Nur wenige Meter etwas unterhalb des Wanderparkplatzes führt eine Brücke rechter Hand über den Bachlauf, die Beschilderung weist uns den Weg in Richtung Bodenschneidhaus und so folgen wir der Forststraße in den schattigen Wald hinein. Für etwas mehr als zwei Kilometer führt uns der Kiesweg langsam steiler werdend bergan. Die durchwegs schattige Passage führt meist entlang eines kleinen Bachlaufs und entpuppt sich insbesondere an heißen Sommertagen bestens als angenehm kühler Beginn dieser Mountainbike-Tour. Kurz bevor wir die unbewaldete Fläche des Tufftals erreichen, nimmt die Steigung für einige Meter drastisch zu, flaut jedoch ebenso schnell wieder ab. Rechter Hand verzweigt der Weg zur Unteren Krainsbergeralm (1020m), wir fahren jedoch in gerader Richtung weiter voran durch das freie Almgebiet.
Nach etwa einem halben Kilometer fahren wir wieder in den dichten Bergwald hinein und folgen der Beschilderung auf dem gut befahrbaren Untergrund ungeachtet vereinzelter Abzweigungen weiter geradeaus bis zu einer Weggabelung, an welcher sich ein kleiner Unterstand befindet. Da der Weg von rechts kommend von Enterrottach über die Kühzaglalm (1070m) herauf führt, bleiben wir auch hier unserer Fahrtrichtung treu. Schließlich biegen wir erst nach weiteren knapp vierhundert Metern rechts der Beschilderung folgend in Richtung Bodenschneidhaus (1365m) ab, der Weg linker Hand würde uns zur Unteren Freudenreichalm (1262m) am Fuße der Brecherspitze (1685m) führen.
Noch etwa dreihundertfünfzig Meter verläuft der Forstweg durch den Wald bergan. Wir durchfahren eine elektrische Weidezaun-Vorrichtung und erreichen das idyllische Almgebiet zwischen Rainerkopf (1465m) und Eckspitz (1386m). Der Weg wird nun merklich steiler und die bislang angenehme Bodenbeschaffenheit der komprimierten Forststraße weicht einem aufgelockerten Kiesweg, der die ohnehin anstrengende Passage zusätzlich anspruchsvoller gestaltet. Nach circa einem halben Kilometer passieren wir die Raineralm (1240m), auf der es sich bei einfacher aber guter Bewirtung zwischen Almrindern und Hühnern gemütlich pausieren lässt. Wer bereits von seinen Reserven zehrt, sollte hier lieber eine kurze Rast einlegen - der letzte Anstieg hinauf zum Bodenschneidhaus (1365m) hat es nochmal in sich! Etwa achthundert Meter und einhundert Höhenmeter sind es noch bis hinauf zum vorläufigen Ziel der Bike-Tour und während wir uns - mit Blick auf die schroffen Flanken von Bodenschneid (1664m) und Rinnerspitz (1611m) - den Stich hinauf kämpfen, meldet unser Navigationsgerät bis über zwanzig Prozent Steigung. Wir erreichen kurz darauf das Bodenschneidhaus (1365m) mit der benachbarten Rettenbeck-Alm (1354m). Von dort sind es noch etwa vierzig Minuten zu Fuß hinauf zum Bodenschneid-Gipfel, von wo aus man den Blick über die Blauberge, die umliegenden Gipfel des Mangfallgebirges sowie hinunter auf den Tegernsee schweifen lassen kann.
Um dem Rückweg zusätzliche Abwechslung zu verleihen, biegen wir vom Bodenschneidhaus (1365m) kommend knapp drei Kilometer zurück entlang der bereits bekannten Strecke links ab und folgen der Straße hinauf. Der Weg führt uns etwa eineinhalb Kilometer gemächlich bergauf, ehe er schließlich etwa genauso viele Meter zügig hinab verläuft. Wir erreichen kurz darauf den Prinzenweg, einer beliebten, nicht allzu langen jedoch relativ steilen Wanderstrecke vom Parkplatz Hennererstraße - dem Ausgangspunkt dieser Tour - hinauf in Richtung Kreuzbergalm (1223m). Wir folgen dem Weg talwärts nach rechts und genießen weitere knapp zwei Kilometer Abfahrt hinunter zum Wanderparkplatz. Kurz bevor wir diesen jedoch erreichen, passieren wir den Hennererhof (840m), einen Bio-Bauernhof mit Hofladen, kleinem Café und einem großzügigen Garten, auf dem man sich zum Abschluss der Tour die ein oder andere Brotzeit mit dort hergestellten, hochwertigen Produkten schmecken lassen kann.