Ein Schotterweg führt uns vom Wanderparkplatz aus etwa einen halben Kilometer mit nur leichter Steigung in nordöstlicher Richtung vorbei an saftig grünen Weiden in den Wald hinein. Nur wenige Meter hinter der Waldgrenze erreichen wir den Tratenbach, der von Osten her ins Tal hinab fließt. Unmittelbar an der großen Lichtung führt eine Holzbrücke über den Tratenbach. Ein Schild weist die direkte und zu Fuß circa dreißig minütige Route über die Brücke hinweg zur Denkalm. Insbesondere Familien mit kleinen Kindern und/oder Kinderwägen bevorzugen diese Variante aufgrund der Nähe zum beliebten Ausflugsziel. Wer auf dem Mountainbike erst noch die nötigen Erfahrungen sammeln möchte, kann hier natürlich auch den kurzen Weg einschlagen, wir jedoch queren die Brücke nicht sondern halten uns diesseits des Bachlaufs.
Wir fahren rechts und folgen dem Forstweg parallel zum Tratenbach mit gemäßigter Steigung bergan. Nach etwa zweihundert Metern nimmt die Steigung allerdings bereits drastisch zu und dominiert durch kontinuierliche circa zwanzig Prozent die darauffolgenden zwölfhundert Meter Strecke entlang des glücklicherweise gut beschaffenen Forstwegs. Stets in Nähe zum plätschernden Tratenbach überqueren wir an einer Weggabelung schließlich linker Hand die kleine Brücke über den Bach und folgen dem als offizielle Nordic Walking Strecke ausgewiesenen Weg etwa einhundertfünfzig weiter Meter voran. Der bislang dichte Wald lichtet sich und der Weg verzweigt sich erneut. Wir halten uns links, folgen der breiten Forststraße noch circa einhundert Meter um eine langgezogene Rechtskurve und erblicken zu unserer Linken schließlich eine etwas schmäler anmutende, steile Auffahrt in den Wald.
Ein teilweise eingewachsenes, gelbes Schild weist uns an dieser Stelle den Weg in Richtung Denkalm. Was zu Beginn noch als leicht ansteigender Karrenweg beginnt, entpuppt sich wenige Meter weiter schließlich als knapp zweihundert Meter lange, äußerst steile Rampe mit Spitzen von über dreißig Prozent Steigung. Da hier aufgrund der groben Bodenbeschaffenheit selbst erfahrene Biker zu kämpfen haben werden, ist Absteigen und Schieben in dieser Passage eine nicht unübliche Methode um den Höhenunterschied von knapp fünfzig Metern zu überwinden. Oben angekommen hat man den höchsten Punkt der Tour erreicht und kann sich beruhigt wieder auf den Sattel trauen. Ein gut präparierter Waldweg führt anschließend entlang der südlichen Flanken des Keilkopfes (1125m), einem geografisch markierten Berggipfel ohne Aussichtsmöglichkeit und somit ohne die Notwendigkeit, diesen zu besuchen.
Leichtes Gefälle, ein kurzer Gegenanstieg und rund einen halben Kilometer später, führt der Weg uns nun zügig hinab. Nach wenigen Minuten verlassen wir schließlich den dichten Bergwald und erreichen die offene Almweide oberhalb der Denkalm (970m). Dort ertönen auch meist bereits die Glöckchen einer Ziegenherde, wohl die Hauptattraktion für die kleinen Besucher der Denkalm. Mit Blick über Lenggries hinweg auf das gegenüberliegende Brauneck (1555m) fahren wir vorsichtig auf dem mit groben Steinen und Wurzelwerk durchzogenen Weg hinunter bis zur Denkalm.
Nach einer gemütlichen Rast auf der Sonnenterrasse folgen wir dem Fahrweg von der Denkalm hinunter ins Tal. Bei etwa fünfzehn Prozent Gefälle ist entlang der circa eineinhalb Kilometer langen Strecke hinunter zum Tratenbach besondere Vorsicht geboten - die Denkalm ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern, deshalb sollte besonders behutsam und langsam gefahren werden. Mit etwas Glück trifft man dann auch auf ganz besonderen "Gegenverkehr" - eine Gruppe von Lamas und Alpakas, die im Rahmen einer geführten Trekkingtour mit Kindern unterwegs waren, kreuzten unten im Tal unseren Weg. (Weitere Informationen siehe: Alpi-Tours - Trekking mit Lamas und Alpakas in Lenggries). Zurück an der Brücke über den Tratenbach folgen wir dem zu Beginn der Tour genommenen Weg in umgekehrter Richtung zurück zum Ausgangspunkt dieser Mountainbike-Tour.