Vom Parkplatz nahe dem Haushamer Ortsteil Rain fahren wir entlang der verkehrsberuhigten Gindelalmstraße bereits auf dem ersten Kilometer kontinuierlich und zunehmend ansteigend bergauf. Die Straße führt nach nur wenigen Momenten in den Wald hinein und wird uns erst kurz vor dem Ziel wieder in schattenfreies Gebiet entlassen. Ein Umstand, der jedoch an heißen Sommertagen durchaus auch seine Vorteile in sich birgt, schließlich mag nicht jeder sommerliche heiße und sonnige Temperaturen.
An der nach links in Richtung Huberspitz (1052m) verlaufenden Abzweigung ziehen wir ohne zu zögern vorbei, ehe wir etwa einen halben Kilometer weiter vorne auf ein flaches, kurzes Teilstück stoßen. Kurz darauf folgen wir der Straße in eine Linkskehre nach oben. Die Steigung auf den folgenden knapp eineinhalb Kilometern Teilstrecke erreicht stellenweise Spitzen von achtzehn Prozent, diese lässt sich aber aufgrund der durchgängig geteerten und dementsprechend gut befahrbaren Straße ohne größere Probleme meistern. Ein paar Kehren weiter oben angekommen, haben wir die steile Schlüsselpassage aber bereits wieder hinter uns bringen können und so fahren wir fortan nahezu ebenerdig bis hin zu den Gindelalmen (1242m).
Kurz davor lichtet sich schließlich, wie bereits erwähnt, der dichte Schatten des Bergwaldes und wir erreichen die idyllische Almkulisse der drei in direkter Nähe zueinander stehenden Gindelalmen mit Blick auf den nördlichen Grashang der Gindelalmschneid (1335m). Eine kurze Einkehr auf einer der gemütlichen Sonnenterrassen mit Blick auf nahegelegene Voralpengipfel wie den Wendelstein (1838m) rundet die Feierabend-Tour ideal ab, ehe es auf gleichem Wege wieder zurück hinab ins Tal geht.
Eine optionale Weiterfahrt zum unweit gelegenen Berggasthof Neureuth (1264m) lohnt sich unseres Erachtens jedoch nur, wenn man in Betracht zieht eine alternative Route hinunter ins Tal zu wählen. Etwa hinunter nach Ostin, um von dort über den Radweg zurück nach Hausham zu fahren.