Vom Parkplatz nahe dem Bauernhof Hallbruck im Kössener Weiler Ried folgen wir dem abzweigenden Kiesweg in Richtung Haraualm, ausgeschilderter Mountainbike-Weg 245. Unmittelbar hinter der geschlossenen Schranke beginnt der Weg anzusteigen und so treten wir ohne gemütliche Einleitung gleich in die Pedale und gewinnen zügig an Höhe. Mit durchschnittlich dreizehn Prozent Steigung geht es kontinuierlich aber dafür ohne unerwartet steile Passagen stetig bergauf durch den dichten Wald, der nur selten den Blick ins Tal zulässt.
Nach nicht ganz eineinhalb Kilometern in denen sich der Weg gen Westen gerichtet den Hang hinauf gewandt hat, folgen wir in einer Rechtskurve der Beschilderung weiter in Richtung Haraualm, Harauersattel sowie Ottenalm und halten uns nur etwa zweihundert Meter später erneut rechts anstatt in eine Sackgasse einzufahren. Nicht mehr ganz einen halben Kilometer geht es in ähnlichem Stil weiter über den gut beschaffenen Forstweg hinauf, ehe wir schließlich eine Kuppe erreichen von welcher anschließend eine kurze Talfahrt auf uns wartet in der wir für einen kurzen Moment verschnaufen können und dabei den nötigen Schwung holen um beim darauffolgenden Anstieg schneller voran zu kommen.
Nur mehr zweihundertfünfzig Meter durch den Bergwald sind es nun noch bis wir in die freie Almfläche unterhalb der Harauer Spitze (1117m) einfahren. Die Steigung lässt für einen Augenblick nach und wir treten gemütlich entlang der sonnenverwöhnten Hänge voran. Nach etwa einem halben Kilometer macht der Kiesweg eine Linkskurve. Dieser folgen wir strikt weiter in Richtung der beschilderten Haraualm und lassen dabei die beiden abzweigenden Wege unbeachtet. Nach rund dreihundert Metern hat man schließlich das Ziel dieser kurzen Feierabend-Tour erreicht - die Haraualm (985m) am Fuße von Harausattel (1052m) und Harauer Spitze (1117m).
Wer nach einer gemütlichen Rast auf der urigen Almhütte noch den Drang verspürt weiterzufahren, der kann der offiziell ausgeschilderten MTB-Schiebestrecke von der Alm aus hinauf zum Harausattel folgen um anschließend auf der gegenüberliegenden Seite sein Bike über steile Treppenstufen den Steig hinunter zur Ottenalm (960m) zu tragen. Von dort stehen verschiedene Möglichkeiten der Weiterfahrt zur Verfügung.
Anmerkung: Wir haben uns aus reiner Neugier tatsächlich auf den Weg zur Ottenalm gemacht und raten ganz klar davon ab. Die Schiebestrecke hinauf zum Sattel ist in circa zehn Minuten sehr wohl gleich überwunden, die Tragepassage über den Steig hinab jedoch alles andere als "alltagstauglich". Da lohnt es sich mehr, den Ausblick vom Sattel auf das gegenüberliegende Kaisergebirge zu genießen und anschließend über die von der Auffahrt bekannte Route zurück zum Ausgangspunkt zu fahren.