Vom Wanderparkplatz nahe der Kirche St. Leonhard in Nußdorf am Inn überqueren wir sogleich die Hauptstraße und halten uns in Richtung des Kirchturms von St. Vitus. Ehe wir einen kleinen Bachlauf überqueren biegen wir nach der Kirche rechts in den Lindenweg ein und folgen diesem etwa zweihundert Meter. Über den Bugscheinweg zu unserer Linken gelangen wir an eine Verzweigung, der wir rechts in den Winkelwiesweg folgen. Nur wenige hundert Meter weiter biegen wir ein weiteres Mal rechts ab, diesmal in den Wuhlerweg, eine zu Beginn gekieste Forststraße die uns zwischen weitläufigen Feldern hindurchführt. Kurz bevor der Weg schließlich langsam an Steigung gewinnt und in den Wald verläuft, befinden wir kurzzeitig wieder auf asphaltiertem Untergrund.
Sind wir bislang noch gemütlich geradelt, so nimmt die Steigung nun drastisch zu. Ab nun gilt es Kräfte zu sparen - die knapp vier Kilometer hinauf zur Daffnerwaldalm mögen nicht besonders abschreckend wirken, Steigungen von bis zu zwanzig Prozent und nahezu keinerlei Flachstücke um zu Verschnaufen erschweren die Auffahrt jedoch enorm und fordern der Kondition einiges ab. Nach circa einem Kilometer passieren wir die bis vor kurzem letzte Wallfahrtsstätte Oberbayerns mit bewohnter Einsiedelei - die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung von Kirchwald (680m). Hier ist eine kurze Rast ratsam, das längste und steilste Stück erst muss noch überwunden werden. Teilweise über Schotter, gelegentlich auch über Asphalt führt der Weg durch den an heißen Sommertagen von der Hitze schützenden, schattige Bergwald kontinuierlich bergan. Nach etwa zweieinhalb Kilometern beschwerlicher Fahrt hinauf gelangen wir schließlich an einen Weg, der vom Schweibern etwas nordöstlich des Heubergs heraufführt. Von hier sind es nun noch knappe fünfhundert Meter, bis wir den Wald verlassen und auf die Daffnerwaldalmen zufahren.
Die Deindlalm (1050m), die Lagler Hütte (1050m) und noch einige nicht bewirtschaftete Hütten liegen hier idyllisch am Fuße von Heuberg (1338m), Wasserwand (1363m) und Kitzstein (1399m). Den Gipfel des Heubergs erreicht man nur zu Fuß von den Almen aus. Eine knappe Stunde sollte für den Aufstieg schon eingeplant werden.
Nach einer Stärkung fahren wir zurück bis zur uns bekannten Verzweigung vor dem Almgebiet. Dort halten wir uns rechts und folgen dem Weg hinab ins Tal. An einigen steileren Passagen ist zwar ein wenig Konzentration geboten, nach circa zweieinhalb Kilometern ist allerdings das steilste Stück überstanden und wir passieren den Weiler Schweibern. Ohne große Mühen geht es weiter über Ried im Winkl, vorbei an Schwarzenbach, Gernmühl und Mühltal stets entlang des Steinbachs zurück nach Nußdorf am Inn. In der Gemeinde angekommen überqueren wir alsbald vom Mühlthalweg aus eine Holzbrücke und gelangen schließlich am Südufer des Bachlaufs auf den Kalkofenweg. In der Ferne erkennen wir den Kirchturm von St. Vitus auf welchen wir Kurs halten und erreichen schließlich nach knapp fünfhundert Metern über bereits bekannte Wege den Ausgangspunkt dieser Tour.