Vom Parkplatz am Ortsrand der Gemeinde Eschenlohe folgen wir dem Mountainbike-Wegweiser "Zur Kuhalm". Nach nur etwa zweihundert Metern macht der Kiesweg eine Linkskurve und beginnt anzusteigen. Nachdem wir die Schranke hinter uns gelassen haben, geht es anschließend rund vier Kilometer mit bis zu zwanzig Prozent Steigung unentwegt bergauf.
Je weiter wir fahren, desto deutlicher lichtet sich der schattige Wald und lässt erste Ausblicke auf die umliegende Bergwelt zu. Auf einer Kuppe angekommen lässt es sich endlich ein erstes Mal für einen Moment ausruhen. Die nachfolgenden knapp eineinhalb Kilometer lassen wir uns entspannt rollen. Mit Ausblick auf den bewaldeten Simetsberg (1840m) passieren wir dabei einige Felswände. Hier gilt: Vorsicht Steinschlag!
Kaum die Pustertal Laine überquert steigt der breite Forstweg nach dieser gelungenen Verschnaufpause wieder an und führt uns ohne besonders nennenswerte Verzweigungen insgesamt sechs lange Kilometer relativ fordernd bergauf. Einmal rings um die Kesselköpfe (1594m) erblicken wir über die Baumwipfel hinweg die Gipfel der Soierngruppe, des Vorkarwendels sowie des Karwendelgebirges.
Wir haben den langen Anstieg schließlich hinter uns als wir aus dem Wald herauskommen und in das freie Almgebiet rund um die Hohe Kisten (1922m) einfahren. Die Landschaft öffnet sich und unsere Blicke schweifen über die von Geröll durchzogenen Weideflächen. Noch etwa siebenhundert Meter und wir erreichen die hin und wieder bewirtete Rechtlerhütte (1843m) - auch als Kuhalm bekannt. Hier an der idyllisch gelegenen Almhütte ist der gut beschaffene Fahrweg zu Ende.
Noch etwa sechshundert Meter bringt uns ein grober, unwegsamer Karrenweg bis zum urigen Jaghaus, das etwa siebzig Höhenmeter über der Kuhalm thront. Der Ausblick von dort oben belohnt zwar die Strapazen - da wir jedoch nicht wissen ob die Weiterfahrt zur Hütte auch von den Eigentümern toleriert wird, möchten wir an dieser Stelle davon abraten. Wer jedoch noch nicht genug hat könnte den Gipfel der Hohen Kisten in rund dreißig Minuten erreichen. Allerdings zu Fuß.
Der Rückweg hinunter ins Tal und zum Ausgangspunkt am Ortsrand von Eschenlohe erfolgt über die von der Auffahrt bekannte Route entlang des breiten Forstwegs.