Die als Panoramatour deklarierte Genussroute entlang des Isskogels starten wir am Alpengasthof Enzian und folgen zu Beginn der geteerten Straße etwa einen Kilometer weit mit stellenweise leichtem Gefälle in östlicher Richtung. Bei Gerlosberg biegen wir schließlich an einer Verzweigung links ab und nehmen dabei die ersten Höhenmeter an Steigung in kauf. Bereits zu diesem Zeitpunk lässt sich erahnen, dass die Tour zu einem wahrlich aussichtsreichen "Biker-Schmankerl" werden dürfte. Etwa eineinhalb Kilometer weiter verzweigt die Straße ein weiteres mal, wir folgen der Linkskurve bergan und befinden uns alsbald auf einer Kiesstraße, die uns die nächsten Kilometer durch den Bergwald führt. An der nächsten Abzweigung etwa fünfhundert Meter weiter halten wir uns rechts. Mit durchschnittlich zwölf Prozent Steigung geht es durch den Wald, vereinzelte Blicke auf benachbarte Täler und Gipfel wie die Ahornspitze (2973m) versüßen dabei die Auffahrt. Nachdem sich der Weg ein weiteres Mal nach links wendet flacht die Steigung ein wenig ab, wir halten uns im weiteren Verlauf rechts und folgen dem Weg anschließend durch eine Rechtskurve. Der Wald lichtet sich immer mehr und wir erreichen nach weiteren zwei Kilometern schließlich die Kreuzwiesenalm (1924m), deren Sonnenterrasse mit einer malerischen Aussicht über den im Tal fließenden Ziller hinweg auf die gegenüberliegenden Berggipfel Innerer Falk (2666m) und Brandberger Kolm (2700m) zur kurzen Rast mit Fernblick lockt.
Von der Kreuzwiesenalm verläuft der Weg nun meist oberhalb der Waldgrenze an der Südflanke des Isskogel (2263m) entlang. Mit abwechselnd positiver und negativer Steigung geht es kurzweilig voran - stets mit einem Auge auf der Strecke während das andere beeindruckt von der Kulisse der Berge abschweift und in die Ferne blickt. Auf etwa zehn Kilometern Distanz überqueren wir Bachläufe, passieren kleine Almansiedlungen und erfreuen uns an der Idylle der alpinen Landschaft. Aufgrund des abwechslungsreichen Steigungsverlaufs sollte man sich jedoch nicht zu sehr vom traumhaften Panorama ablenken lassen und bei kurzen Anstiegen lieber bedacht in die Pedale treten - kurz vor Ende der weitläufigen Passage zur Latschenalm erwartet einen noch ein letztes steiles Stück, ehe man den höchstgelegenen Punkt der Tour erreicht. Die Latschenalm (1950m) liegt nahe der Bergstation der Isskogelbahn inmitten des Skigebiets Zillertal-Arena und ist daher auch in den Sommermonaten bequem für Touristen aller Art erreichbar. Wie könnte es bei dieser Tour anders sein, erwartet einen auf der Latschenalm ebenso ein atemberaubendes Panorama bis hin zu den schneebedeckten Gletschern auf der gegenüberliegenden Seite des Tals. Da wir die Strecke Kreuzwiesenalm - Latschenalm auch wieder zurück müssen, erholen wir uns nur kurz und warten mit der Einkehr noch etwas.
Wie bereits erwähnt folgen wir dem von der Hinfahrt bereits wohlbekannten Weg abwechselnd bergauf bergab zurück in Richtung Kreuzwiesenalm und biegen nahe dieser schließlich der Beschilderung folgend rechter Hand in Richtung Kreithütte und Rosenalm ein. Etwa einen Kilometer führt uns der Weg nochmals bergauf durch ein Waldstück, ehe die Steigung abfällt und sich gute acht Kilometer Genussabfahrt hinunter ins Tal vor uns erstrecken. Vorbei an den Liftanlagen des Skigebiets bieten sich hier entlang der Abfahrtsstrecke trotz des fehlenden Schnees und zweier Räder unterm Sattel statt Ski oder Snowboard einige Einkehrmöglichkeiten zum wohlverdienten Erholungeinkehrschwung an. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual und so bieten sich Simon's Skistadl (1724m), die Kreithütte-Rosenalm (1700m) und einige hundert Meter weiter talwärts schlussendlich die Wiesn Alm (1339m) als Etappenziele an. Von der zuletzt genannten Wiesn Alm sind es dann nur noch etwa eineinhalb Kilometer abwährts bis hin zum Parkplatz am Alpengasthof Enzianhof.