Ausgangspunkt der Tour hinauf zur Kranzhornalm (1230m) unterhalb des Kranzhorn (1368m) Gipfels ist die Gemeinde Erl im Tiroler Unterinntal, überregional bekannt als Festspielort der Erler Passionsspiele und der Tiroler Festspiele. Vom Parkplatz nahe der Kirche Sankt Andreas kurbeln wir zunächst entlang der Dorfstraße in nordöstlicher Richtung nach Erlerberg. Nach circa einem halben Kilometer nimmt die Steigung langsam zu. So führt uns die Teerstraße bei durchschnittlich zehn Prozent Anstieg etwa zwei Kilometer weit zwischen den grünen Hangwiesen sowie durch Mischwald hindurch bergauf.
Vorbei an den Weilern von Erlerberg gelangen wir zur Abzweigung Trockenbacher. Während der Weg zu unserer rechten hinauf zum Spitzsteinhaus (1263m) führt, folgen wir der Straße links weiter zum Kranzhorn. Die dort angebrachte Beschilderung zeigt leider nicht direkt das Kranzhorn an, immerhin aber den Kranzhornparkplatz sowie die Hintermoar Alm. Nur etwas mehr als einhundert Meter weiter jedoch erkennen wir anhand des Wegweisers die ausgewiesene Mountainbikestrecke 333, welcher wir weiter folgen.
Nach rund einem Kilometer treffen wir erneut auf eine Weggabelung. Auch dort geht es für uns gemäß Beschilderung links weiter. Ging es eben noch relativ flach dahin, pedalieren wir fortan wieder bergauf bis wir einen großen Wanderparkplatz erreichen. Dieser eignet sich als idealer Startpunkt für Wanderer, die sich den langen Zieher von Erl sparen möchten. Für Mountainbiker ist er jedoch weniger empfehlenswert, ist die restliche Strecke hinauf zur Kranzhorn Alm dann ja nicht mehr wirklich weit.
Kurz nachdem wir den Parkplatz durchquert haben, zweigt in einer Rechtskurve ein Kiesweg geradewegs in freies Almgebiet ein. Wir verlassen alsdann die Teerstraße und folgen diesem schließlich aus dem Wald heraus. Nicht mehr weit und wir passieren die Hintermoar-Alm (921m), auch Hintermairalm genannt, die in den Sommermonaten zur Einkehr lädt. Nur mehr drei Kilometer und dreihundert Höhenmeter geht es durch das Almgebiet von Polzhagl Alm (940m), Spadaualpe (949m) und Schindlaualm (1057m) und anschließend die letzten Kehren durch den Bergwald hinauf bis wir die bewirtete Schutzhütte Kranzhorn (1230m) erreichen. Dabei halten wir uns stets auf dem Hauptweg und folgen der gut beschilderten Route.
Ab der Kranzhornalm, wie die Schutzhütte auch genannt wird, ist für Mountainbiker Schluss. Wer noch Reserven hat, sperrt hier sein Mountainbike ab und marschiert hinauf zum Kranzhorngipfel (1368m), welchen man laut Wegweiser in etwa zwanzig Minuten erreicht. Bevor es wieder hinunter ins Tal geht, genießen wir die Rast auf der Sonnenterrasse der Alm. Zurück zum Ausgangspunkt verläuft die Tour entlang der von der Auffahrt bekannten Route.