Zunächst steigen wir auf unsere Mountainbikes und fahren die einhundert Meter zurück auf die Krottenkopfstraße. Hier biegen wir nun rechts ab und folgen der Straße in westlicher Richtung für einen knappen Kilometer nahezu ebenerdig dahin, bis wir das bewohnte Gebiet von Krün hinter uns gelassen haben. Der Hauptweg windet sich nun, inmitten einer kleinen Ansammlung von Scheunen, leicht nach rechts. Etwa einen halben Kilometer weiter befinden wir uns im breiten Kiesbett des Finzbachs wieder. Lässt man seine Blicke dem Verlauf des Bachs nach Westen kann man je Witterung in der Ferne die Zugspitze (2962m) erkennen.
Der Forstweg führt uns anschließend in den Wald hinein. Hier, an der Abzweigung zur Finzbachklamm, beginnt nun auch die Bergfahrt. Entlang der teilweise ausgeschilderten Strecke lassen wir uns von diversen Abzweigen nicht beirren und folgen stets dem Hauptweg über den schattigen Bergwald hinauf. Vereinzelte, kurze Passagen mit deutlich knackigerer Steigung sind kein großes Hindernis - verläuft der gut befahrbare Kiesweg schließlich allgemein sehr moderat dahin. Nach circa zweieinhalb Kilometern erreichen wir die Soiernkreuz (1100m) Weggabelung. Als kurzer Abstecher oder vorzeitiges Ende der Tour ist die nahegelegene Finzalm (1040m) von hier aus in wenigen Fahrminuten erreichbar.
Unser Ziel ist jedoch die Krüner Alm (1621m) und so biegen wir scharf rechts ein in Richtung Krüner und Wallgauer Alm. Weiter geht es kontinuierlich bergauf durch den dichten Wald. Nur selten lässt dieser Blicke auf das Umland zu. Nach weiteren dreieinhalb Kilometern Anstieg treffen wir knapp vierhundert Meter höher auf eine Kreuzung. Biegt man hier ab, erreicht man nach etwa einem Kilometer die bewirtete Wallgauer Alm (1543m). Wir halten uns jedoch links, lassen uns einige hundert Meter leicht bergab rollen und erreichen nach nicht ganz eineinhalb Kilometern die Materialseilbahn der Krüner Alm.
Nachdem wir unsere Mountainbikes sicher abgeschlossen haben, lassen wir diese an der Talstation zurück und marschieren den Rest der Strecke durch den Wald. Rund einhundert Höhenmeter weiter oben verlassen wir endlich den Wald und treten ein in das Almgebiet der Krüner Alm (1621m), die nun nur mehr wenige Kehren und nicht ganz zweihundert Meter von uns entfernt liegt. Bei dieser Tour gilt wirklich der Spruch: "Das Beste kommt zum Schluss". Die bewirtschaftete Alm erreicht, kann man sich getrost umdrehen und das beeindruckende Panorama genießen. Der Blick reicht je nach Wetterlage über das Isartal rund um Wallgau und Krün hinweg auf die Gipfel von Soierngruppe, Karwendel und Wettersteingebirge.