Nachdem wir eine geeignete Parkmöglichkeit gefunden haben, folgen wir zunächst der Strada Provinciale per Vetriolo (SP11) bis zu einer Abzweigung etwas oberhalb von Levico Terme und biegen dort rechts in die Strada Dei Baiti ein. Mit durchschnittlich elf Prozent Steigung windet sich die geteerte, schmale Straße entlang des bewaldeten Südhangs hinauf. Dabei gibt der dichte Wald nur selten den Blick hinunter ins Tal frei. Vorbei an vereinzelt angesiedelten Häusern erreichen wir etwas mehr als vier Kilometer und rund vierhundertfünfzig Höhenmeter später das Albergo Ristorante Al Cacciatore (1128m), das zwar zur Einkehr lädt, sich jedoch aufgrund der noch bevorstehenden Strecke eher für den Rückweg eignet.
So treten wir also munter weiter bergan und gewinnen aufgrund des geteerten Untergrunds und der moderaten Steigungen schnell an Höhe. Vier Serpentinen und eine lange, geradlinig verlaufende Passage später folgen wir einer Spitzkehre nach Links. Wir bleiben damit auf dem Hauptweg der anschließend weiter an Steigung verliert und pedalieren so flotten Trittes auf Vetriolo Terme zu, das wir circa zweieinhalb Kilometer später erreichen. Der bei Paraglidern beliebte Startort gegenüber der Maso Al Vetriolo Vecchio (1487m) eignet sich aufgrund des weitläufigen Panoramas über die gegenüberliegenden Berge sowie über das Tal rund um den Levicosee (Lago di Levico) hinweg ideal, um eine kurze Verschnaufpause einzulegen.
Nach einer kurzen Pause steigen wir wieder aufs Bike und fahren rechts neben dem Gasthaus in die anfänglich noch geteerte Nebenstraße ein. Ein Schild weist uns den Weg in Richtung Malga Masi, das eigentliche Ziel dieser Tour. Schon wenige Meter später finden wir uns auf einem teilweise steil verlaufenden und ausgewaschenen Kiesweg wieder, dem wir durch den Wald weiter bergan folgen. Nicht einmal einen Kilometer später halten wir uns gemäß der Beschilderung an einer unscheinbaren Abzweigung links und folgen dem Weg anschließend entlang der Südflanke des Cima Panarotta (2002m) voran. Nach knapp eineinhalb Kilometern verzweigt der Weg in einer Linkskurve ein weiteres Mal. Weil auf den dort befindlichen Wegweisern nichts von Malga Masi zu lesen ist, folgen wir dem Weg gemäß des Kurvenverlaufs nach Links in Richtung La Bassa und lassen die rechter Hand abzweigende Straße nach Cinque Valli unbeachtet.
Noch knapp fünfzig Höhenmeter gilt es im weiteren Verlauf der Strecke zu überwinden, dann hat man den höchsten Punkt der Tour erreicht. Vorbei an einer Trinkwasserquelle sind es nur mehr knapp achthundert Meter die wir dank leichtem Gefälle mühelos überwinden und so fast von alleine auf die Rifugio Malga Masi (1719m) zurollen. Die liebevoll restaurierte Hütte liegt idyllisch am Fuße des Bergsattels zwischen Cima Panarotta (2002m) im Süden und Fravort (2347m) sowie Oscivart (2234m) im Norden. Eine große Auswahl an hausgemachten Speisen, die ruhige und sogar etwas abgeschieden zu scheinende Lage sowie der Ausblick hinunter ins Tal bilden die perfekte Kulisse für einen krönenden Abschluss der Auffahrt, bevor es über die selbe Route wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Levico Terme geht.