Gleich zu Beginn der Tour, vom Parkplatz am Gasthof Schneeberg (670m), geht es bereits kontinuierlich bergauf. Anfangs fahren wir entlang einer geteerten Straße vorbei an einigen Wohnhäusern der Beschilderung folgend hinauf. Nach etwa zweihundert Metern erreichen wir den Wald. Kurz darauf mündet die Asphaltstraße in einen gekiesten und gut befahrbaren Forstweg, der uns bis zum Ziel erhalten bleibt. An einer Weggabelung folgen wir der Beschilderung "Pendling über Forststraße" nach links und folgen dem Weg etwa einen Kilometer bis zu einer Kreuzung. Die Beschilderung weist uns dort ein weiteres Mal den Weg und so halten wir uns rechts und folgen daraufhin dem linken der beiden Wege bergan.
Von nun an kann man nicht mehr viel verkehrt machen und so treten wir die folgenden eineinhalb Kilometer durch den Bergwald hinauf. Nachdem wir einige hundert Höhenmeter hinter uns haben, lichten sich auch langsam die Schatten des Waldes, hier und da lassen sich sogar ein paar Blicke auf das Thierseetal und das gegenüberliegende Trainsjoch (1707m) erhaschen. Bei etwa der Hälfte der Auffahrtsstrecke erreichen wir die Kala Alm (1425m). Die Jausenstation liegt inmitten einer überschaubaren Almwiese und lockt vorallem durch einen herrlichen Ausblick auf das in der Ferne thronende Hintere Sonnwendjoch (1986m).
Da der Weg hinter der Kala Alm in eine Sackgasse führt, lassen wir diesen unbeachtet und folgen so dem Weg seitlich entlang der Almwiese rechts hinauf. Nach gut zweihundert Metern folgen wir dem Weg an einer Gabelung in eine Linkskehre. Etwa einen halben Kilometer fahren wir durch ein etwas dichter bepflanztes Waldstück, ehe sich die Forststraße nach Nordosten wendet und sich uns erste Blicke hinunter ins Inntal eröffnen. Langsam lässt sich erahnen, welchen Ausblick man am Ziel bei schönem Wetter erwarten kann und so nehmen wir auch noch die letzten Passagen, vorbei an schroffen Felswänden und typisch alpiner Flora, in Angriff - begleitet vom immer eindrucksvoller werdenden Panorama. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel flacht die Steigung ab und man kann es sogar ein kurzes Stück weit leicht bergab laufen lassen. Entlang der Nordseite des Pendling führt der Weg schließlich ein letztes Mal bergauf. Ein Blick hinunter ins Thierseetal lohnt sich - dort unten lässt sich der Parkplatz am Gasthof Schneeberg erkennen, der Ausgangspunkt dieser Tour.
Nach wenigen Metern haben wir dann alsbald das Ziel erreicht - das Pendlinghaus (Kufsteiner Haus) (1537m). Das Pendlinghaus liegt direkt angrenzend an einer Felswand, der schroffen Südseite des Pendling, und genießt somit den Luxus einer prächtigen Aussicht auf die Weiten des Inntals, das dem Pendling zu Füßen liegende Kufstein sowie die Gebirge des Zahmen und Wilden Kaisers und die Tuxer Alpen. Aufgrund dieser traumhaften Lage und der relativ guten Erreichbarkeit, gilt der Pendling als der Hausberg Kufsteins und ist vorallem bei strahlendem Wetter an Wochenende sowohl von Bikern als auch von Wanderern gut besucht. Nur unweit vom Pendlinghaus finden sich auch die beiden Gipfelkreuze des Pendling, die mühelos zu Fuß und in nur wenigen Gehminuten erreicht werden können.