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Langgezogene und konditionell anspruchsvolle Rundtour von Levico Terme über die Kaiserjägerstraße zum Pizzo di Levico

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In aller Kürze...

Von Levico Terme führt diese Mountainbike Tour über die Kaiserjägerstraße auf die Hochebene Altipiani di Vezzena und weiter auf den Pizzo di Levico (1908m), auch bekannt als Cima Vezzena. Beloht wird man durch eine lange Abfahrt, meist auf schönen Forstwegen in den Wäldern von Lavarone sowie eine Trailabfahrt über den Sentiero della Pace hinunter nach Caldonazzo.

Überblick

Fahrtechnik
Panorama
Höchster Punkt
1876m
Tiefster Punkt
436m
Bodenbeschaffenheit
Asphalt, Bike & Hike, Schiebestrecke, Schotter, Wald-/Wiesen-/Wanderweg
Beste Jahreszeit
Mai bis Oktober
Einkehrmöglichkeit
Nein
E-Bike geeignet
Eingeschränkt

Höhenprofil

Wegbeschreibung

Wir starten am Seeufer in Levico Terme und fahren hinauf in den Ort. An der ersten Abzweigung biegen wir rechts ein, fahren unter einer Fußgängerbrücke hindurch und biegen anschließend an einem Stoppschild erneut rechts ab. Nachdem wir den Rio Maggiore über eine Brücke gequert haben, halten wir uns halb links und treten durch die Fußgängerzone auf eine Kirche zu. Dort angekommen, geht es geradeaus weiter - trotz Einbahnstraße kann man hier schön hindurch rollen, die Einheimischen machen es einem förmlich vor.

An der darauf folgenden Kreuzung, links ist der Eingang zum Park von Levico Terme, fahren wir rechts hinunter, überqueren anschließend die Hauptstraße und rollen weiter in Richtung Bahnhof (alternative Parkmöglichkeit). Am Bahnhof fahren wir recht und erkennen nach ein paar weiteren Metern bereits den Wegweiser in Richtung "Altipiani di Vezzena", dem wir folgen. Wir überqueren die Gleise, kurbeln immer geradeaus vorbei an Obst- und Weingärten die am Wegesrand liegen. Zu unserer linken erblicken wir das Ziel der Tour - den Cima Vezzena (1908m), die höchste Erhebung in der näheren Umgebung. Auf der Teerstraße geht es weiter nach oben, dabei folgen wir stets der Beschilderung in Richtung Luserna und Altipiani di Vezzena. Herrliche Ausblicke auf den Lago di Caldonazzo und den Lago di Levico bieten sich uns dabei während der Auffahrt entlang der Kaiserjägerstraße, die das Valsugana mit der Hochebene von Lavarone verbindet. Sie wurde 1911 als Kriegsstraße auf dem von österreichischen Kaiserjägern in den 1870er und 1880er Jahren angelegten Kaiserjägersteig gebaut, um Material zum Bau der Befestigungswerke im südlich der Straße gelegenen, damaligen Grenzgebiet zwischen Österreich-Ungarn und Italien, der späteren Italienfront, zu transportieren.

Wir passieren einen Tunnel und schrauben uns mit dem Mountainbike immer höher hinauf. An der Passhöhe angekommen, rollen wir etwa zweihundert Meter locker hinab bis wir an ein Stoppschild gelangen. Dort geht es zunächst geradeaus weiter und gemächlich bergauf in Richtung Asiago. Vorbei am Ristorante Rivetta (1355m) und den benachbarten Liftanlagen, biegen wir schließlich beim Schild "loc. Vezzena" auf der linken Seite der Straße in einen Forstweg ein der mit dem Hinweis "Malga Palù" beschildert ist. Bereits nach wenigen Metern können wir die in den Sommermonaten bewirtete Malga Palù (1400m) erkennen, auf der sich eine kurze Einkehr lohnt, bevor es weiter bergwärts geht.

Hinter der Alm folgen wir dem Weg nach Rechts Richtung Passo Vezzena. Nach etwa siebenhundert Metern durch die Hochebene gelangen wir an eine Kreuzung nahe einem gelben Gebäude. Dort fahren wir links in die Via dei Forti ein, die uns zum Forte Busa Verle führt. Über die für Autos gesperrte Teerstraße gewinne wir schnell an Höhe und treten vorbei an den Überresten der Festungsanlage aus alter Zeit. Immer auf dem Hauptweg bleibend, geht es weiter durch den Wald. Nach etwa zwei Kilometern macht die Straße eine 180° Biegung an welcher wir uns jedoch geradeaus zum Cima Vezzena, oder Pizzo di Levico, halten. Vorbei an einer Schranke verläuft die Strecke anschließend auf teilweise losem Gestein bergan. Dies erfordert etwas Geschick um die beste Spur zu finden damit man kraftschonend voran kommt. Der Wald lichtet sich und es ergeben sich wunderschäne Ausblicke über die weite Hochebene. Der Weg wird schmäler und je weiter wir treten, desto schlechter lässt es sich fahren. Die letzten Meter hinauf zum Gipfel des Pizzo di Levico (1908m) müssen wir zu Fuß überwinden - das eindrucksvolle Panorama über die Seen und in die Brenta belohnt uns für die bisherigen Strapazen. Wie ein Adlerhorst klebt das Festungswerk hier am Hang, das in erster Linie als Beobachtungsstation für das benachbarte Fort Verle diente.

Auf demselben Weg geht es nach einer ausgiebigen Pause zunächst zurück, bis wir circa einen halben Kilometer vor dem Fort Verle rechts in einen Waldweg einbiegen. Hier finden wir die Höhenangabe 1467m. Wir folgen dem Forstweg und halten uns an der nächsten Verzweigung rechts, in den Spitzkehren können wir eindrucksvoll den Cima Vezzena mit dem noch vorhandenen Festungswerk erkennen. Wir kommen nach etwa zweieinhalb Kilometern zur Baita del Cangi (1370m), einer Selbstversorgerhütte. Dem Hauptweg folgen wir zunächst nach links, anschließend bleiben wir immer auf dem Weg bis wir an ein paar Holzhütten von Monterovere vorbeikommen. Von dort aus fahren wir rechts, gelangen so an die Hauptstraße und biegen erneut rechts ab. Die Straße kennen wir bereits von der Auffahrt, nehmen nun jedoch den linken Teil der Teerstraße Richtung Lavarone, fahren am Passo del Cost (1290m) vorbei durch den Ort und können uns dank der Beschilderung "Trento" orientieren. Am Casa Museo del Miele, etwa einen halben Kilometer hinterhalb des Kreisverkehrs, biegen wir zunächst rechts von der Straße in Orcantal ab, bis wir wieder auf die Hauptstraße stoßen und nach rechts einbiegen.

Noch etwa einen Kilometer halten wir uns Richtung Trento. Als die Hauptstraße eine Linkskurve macht, fahren wir weiter geradeaus in den Forstweg ein, welcher rechts von Steinmauern eingesäumt ist. Dort ist auch der Wegweiser "Punto panoram'co" zu finden. Durch schöne Laubwälder und vorbei an geschnitzten Figuren geht es nach Caldonazzo. In einer 90° Kurve befindet sich eine Rastmöglichkeit mit Sitzbänken, danach wird der Weg schmäler aber bleibt gut befahrbar. Im Frühjahr sollte man aufgrund des vielen Laubs am Boden vorsichtig sein, man erkennt den Untergrund dadurch nicht. Wir können den Weg aber nicht verfehlen, bleiben immer auf dem Panoramica der uns nach Caldonazzo (222) bringt. Ein herrlicher Trail, der uns aber Konzentration abverlangt. Sicherheit geht vor, daher sollte definitiv stehen geblieben werden wenn man den Blick in der Ferne schweifen lassen möchte. Vereinzelte Holztreppen zwingen uns dazu, hier und da das Bike ein paar Meter zu tragen. Hat man die Treppen jedoch überwunden, wird der Weg wieder spürbar breiter und mündet später in einen breiten, gut befahrbaren Forstweg.

Unten angekommen, bietet sich das Ristorante Pineta (506m) optimal an um seine Kräfte wieder aufzutanken. Vorbei am Sportplatz geht es anschließend nämlich noch knapp sieben Kilometer entlang der Straße zurück nach Levico und durch die Altstadt zurück zum Ausgangspunkt der Tour am Seeufer.

Wegpunkte entlang dieser Tour

Anreise

Mit dem PKW

Entlang der Strada Statale 47 della Valsugana (SS47) geht es von Trient (Trento) hinein in das Valsugana-Tal zum Caldonazzosee (Lago di Caldonazzo). Wir fahren am See vorbei und erreichen bald darauf den Ort Levico Terme (zu deutsch: Löweneck), die Partnergemeinde der Gemeinde Hausham im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Nach dem Camping Due Laghi geht es am darauf folgenden Kreisverkehr über die vierte Ausfahrt in die Via Traversa Lido und weiter über die Via Segantini bis wir nahe des Parc Hotel Du Lac auf kostenpflichtige Parkmöglichkeiten an der Straße stoßen.

Parken

Gebührenpflichtige Parkgelegenheiten nahe dem Parc Hotel Du Lac (circa 439m), Levico Terme.

Startort

IT-38056 Löweneck

GPS-Koordinaten

46.015084°N, 11.287319°E

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Sicherheitshinweise
Diese Mountainbike-Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Insbesondere sich verändernde Gesetzgebungen, temporäre oder dauerhafte Sperrungen, Umleitungen oder gar Naturereignisse (wie z.b. Murenabgänge) können dazu führen, dass die zur beschriebenen Route gemachten Angaben über die Zeit invalide werden. Wir bitten dies bei der Planung zu berücksichtigen.
Das Befahren erfolgt darüber hinaus grundsätzlich stets auf eigene Gefahr!
Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

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1 Bewertung

1 Kommentare

fritz aus Starnberg
7. September 2018
Sehr schöne Tour auf geschichtsträchtigen Wegen, Top Aussicht auf das Valsuganatal. Eine wunderschöne Gegend und nicht so überlaufen wie der Gardasee. Da komme ich wieder. Danke MTB Sepp und dem Thomas für die traumhafte schöne Tour mit super Aufbereitung. viele Grüße Fritz

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