Am ausgewiesenen Karwendelparkplatz mit der Nummer 9 fahren wir in östlicher Richtung auf der, für motorisierte Fahrzeuge gesperrten, Forststraße dem Bergwald entgegen. Schon nach wenigen hundert Metern nimmt die Steigung langsam zu und die Route führt uns entlang des Wegs durch lichten Bergforst Meter um Meter hinauf. Dabei fallen die ersten drei Kilometer vom Startpunkt aus relativ gemächlich aus, der circa zwei Drittel lange Anstieg wird gegen Ende der Teilstrecke von einem flachen Stück abgelöst, bevor sich der Weg immer mehr bergauf schlängelt.
Relativ schnell schon weichen die Bäume dem Antlitz der Bettlerkarspitze (2268m), die sich als der höchste nahegelegene Gipfel im umliegenden Karwendelgebirge ohne großen Aufwand in unseren Fernblick schiebt. Die Natur wird mit zunehmender Höhe karger und deutlich eindrucksvoller. Die Straße führt vorbei an Felsen, Kiefern und sogar durch einen Gebirgsbach hindurch stetig nach oben. Kurze Passagen mit Steigungen von bis zu zwölf Prozent sind dabei zu nennen. Im Schnitt jedoch sind solche jedoch eher die Ausnahme und sollten selbst ambitionierten Mountainbike-Neulingen keine zu großen Schwierigkeiten bereiten. Vorbei an der privaten Plumsalm (1435m) sind es noch circa zweieinhalb Kilometer entlang der eindrucksvollen Felswände am Rand des Weges die gemeinsam mit steilen Abhängen und von Geröll geprägten Almweiden die Strecke hinauf zum Plumssattel (1669m) prägen.
Je höher wir fahren, desto beeindruckender wird die Landschaft - im Westen sind Gamsjoch (2452m) und Ruederkarspitze (2240m) zu erkennen und in Richtung des Tourverlaufs erblicken wir auch bald schon unser Ziel. Am Plumssattel angekommen, sind es nur noch wenige hundert Meter bis zur Plumsjochhütte (1630m) die einige Meter unterhalb des Sattels - welcher den Übergang zwischen Rißtal im Westen ins Achental im Osten markiert - liegt.