Kurz hinter dem Sportplatzgelände, dem Ausgangspunkt der Tour, führt uns eine gekieste Forststraße bereits zu Beginn hinauf in den Wald. Nach circa eineinhalb Kilometern erreichen wir auf einer Lichtung die Jausenstation Riederalm (850m). Dort folgen wir an der Weggabelung dem Wirtschaftsweg nach links weiter. Die Almbauern im diesem Gebiet übernehmen keine Haftung für irgendwelche Unfälle auf dieser Strecke und sichern sich daher mittels Verbotsschilder für Mountainbiker ab. Das heißt aber nicht, dass man die Strecke nicht befahren darf, keineswegs.
Unbeirrt fahren wir also erneut durch den Wald hinauf über die gut befahrbare Kiesstraße, teilweise lassen sich hier bereits erste Blicke in Richtung Zahmer Kaiser erhaschen, die jedoch im weiteren Verlauf der Tour um ein vielfaches getoppt werden. Knapp zweieinhalb Kilometer später mit durchschnittlich dreizehn Prozent Steigung lichtet sich der Bergwald und wir erreichen das Almgebiet rund um die Schopferalm (1150m). Kurz vor der alten Landesgrenze Österreich - Deutschland halten wir uns an einer Verzweigung rechts. Im Bereich der Grenze, die trotz fehlender Hinweisschilder deutlich erkennbar ist, wird die Auffahrt durch unangenehme Wegverhältnisse erschwert - es handelt sich aber nur um einige hundert Meter, danach geht es bei besserer Bodenbeschaffenheit das letzte Stück hinauf bis zur Priener Hütte (1410m), die zugleich den höchsten Punkt dieser Route markiert.
Auch wenn man nun meinen mag, es ginge von dort aus nur noch bergab - das ist definitiv nicht der Fall. Wer also noch etwas auf eine stärkende Brotzeit warten kann, sollte diese Einkehrmöglichkeit unbeachtet lassen und dem etwas bergab führenden Weg weiter folgen. Nach wenigen Metern befindet sich linker Hand ein kleiner Bergweiher, der im Sommer gerne zur spontanen Abkühlung genutzt wird. Der Weg führt uns mit negativer Steigung leichtfüßig voran und wir hätten einen guten halben Kilometer später nur um Haaresbreite die Abzweigung nach Links in Richtung Ackeralm (1330m) verpasst. Hinter der Alm führt uns eine Art Singletrail einen knappen Kilometer weit über Wiesen hinweg bis zur Wandberghütte (1350m), deren Namen vom nahegelegenen Wandberg (1454m) stammt. Diese Passage muss teilweise schiebend oder gar tragend überwunden werden, dabei handelt es sich aber nur um wenige hundert Meter mit nur geringer Steigung und ist somit ohne größere Probleme überwindbar.
Nahe der Wandberghütte befindet sich auch die Almkäserei Burgerhütte (1330m), von deren Terrasse aus man einen atemberaubenden Blick auf das gegenüberliegende Kaisergebirge genießen kann. Wir halten uns an der Abzweigung zur Burgerhütte aber rechts und folgen der, hauptsächlich bergab verlaufenden Straße gute sieben Kilometer weit hinab ins Tal. Während dieser Genussabfahrt mündet der Schotterweg in eine Teerstraße, die durch Feistenau hindurch bis nach Rettenschöss führt. Wir folgen der Beschilderung in Richtung Ortschaft, fahren vorbei an einem Golfplatz und überqueren eine Brücke. Kurz darauf biegen wir links in den Hausfeldweg ein, einer Sackgasse welche entlang eines kleinen befahrbaren Pfades über ein Feld zur Hausbergstraße führt. Dieser folgen wir linker Hand und leicht aufwärts bis zurück an den Ausgangspunkt der Tour - dem Parkplatz am Sportgelände Walchsee.