Vom kleinen Wanderparkplatz in Schleis zweigt nördlich eine Straße ab, die uns am Metzbach entlang in Richtung Schlinig, Schleiser Alm und Laatscher Alm führt. Auf geteertem Untergrund geht es bereits zu Beginn bergauf und bereits auf die ersten drei Kilometer gewinnen wir somit rund dreihundert Höhenmeter. Hier und da kommt ein Auto, alles in allem befinden wir uns aber auf einer sehr ruhigen und kaum frequentierten Straße. Passagen durch schattigen Wald werden von kurzen Abschnitten durch grasbewachsene Berghänge abgelöst, der Weitblick wird jedoch meist in alle Richtungen unterbrochen.
Als wir auf eine erste Weggabelung stoßen, neben welcher sich ein kleiner Parkplatz befindet, verlassen wir die Teerstraße und fahren geradeaus in einen Forstweg ein. Auf der Beschilderung steht "Almen Laatsch-Schleis", also kurbeln wir noch rund eineinhalb Kilometer dahin bis wir schließlich wieder an eine Abzweigung gelangen. Die Markierung zeigt die Weiterfahrt nach links via Weg Nr. 11, einem Weg der spätestens nach Passieren der Schranke einen etwas verwitterten und nur wenig gut beschaffenen Eindruck macht. Wir folgen diesem und kämpfen uns durch, können jedoch im Nachhinein davon abraten und empfehlen daher, an der Gabelung nicht links auf Weg Nr. 11 zu fahren sondern sich weiter geradeaus zu halten. Der Weg ist deutlich besser beschaffen, macht bald schon eine Linkskurve und führt nach ungefähr anderthalb Kilometern mit dem eigentlichen Weg zusammen. Wir wissen das, da wir diese Variante bei der Rückfahrt ausprobiert haben und können das daher wirklich empfehlen.
Wie auch immer man sich entscheiden mag, weiter geht es alsbald über den neuen Almweg oberhalb des Arundabachs in das gleichnamige Arundatal. Der Weg windet sich dabei in einem weiten Bogen am Fuße des Monterodes (2361m) in nordwestlicher Richtung und so merken wir Meter um Meter wie sich der Wald langsam lichtet und den Blick auf die Bergflanken des einsamen Seitentals zulässt. Nach etwa drei Kilometern kommen wir an der Abzweigung zur ebenfalls bewirteten Laatscher Alm (2041m) vorbei, der wir im Zuge einer anderen Tour mal einen Besuch abstatten werden.
Geradeaus geht es für uns nun in den letzten Anstieg, nur mehr ein Kilometer und einhundert Höhenmeter sind es noch bis zum Ziel. Diese sind dafür jedoch umso schöner anzuschauen, das beschauliche Hochtal, die grasigen Steilhänge und im Hintergrund der imposante Muntpitschen (3162m) sind nur ein paar nennenswerte Begleiter ehe wir die Schleiser Alm (2078m) und damit auch das Ende der befahrbaren Strecke erreichen.
Wer auf der landwirtschaftlich genutzten Schleiser Alm noch nicht einkehren möchte, dem empfiehlt sich der kurze Abstecher zur bereits erwähnten Laatscher Alm, welche ebenfalls bewirtet ist und in den Sommermonaten täglich geöffnet zu sein scheint. Die Abfahrt zurück ins Tal folgt den von der Auffahrt bekannten Wegen.