Neben der Jachen, einem klaren Bach den viele Einheimische an warmen Sommertagen gerne für eine Abkühlung besuchen, steigen wir auf unsere Mountainbikes und folgen dem Kiesweg südwärts und damit entgegen der Flussrichtung des Wassers. Nach nicht einmal einem halben Kilometer passieren wir die wunderbar inmitten einer großen Wiese gelegenen Vordergraberalm (727m) und fahren kurz darauf in den Wald hinein.
Etwas mehr als zwei Kilometer verläuft der Forstweg nun durch den schattigen Wald. Vereinzelte Abzweigungen lassen wir unbeachtet und halten uns so auf dem breiten Hauptweg, bis wir an eine Kreuzung gelangen. Was nun folgt hat schon so manchem Biker sprichwörtlich das Genick gebrochen. Wir biegen links ab und folgen dem Weg bergauf, der relativ zügig ordentlich anzusteigen beginnt und im weiteren Verlauf mit teilweise ordentlich über zwanzig Prozent Steigung protzt.
Einen schier endlos lang wirkenden Kilometer gilt es also zu überwinden. Wer hier schiebt, braucht sich aber gewiss nicht schämen. Und zum Glück ist die Passage so abrupt zu Ende wie sie begonnen hat als wir oben schließlich aus dem Wald herauskommen und damit in das Röhrmoostal einfahren. An der Rehgrabenalm (865m) halten wir uns dann gemäß Beschilderung links in Richtung Sylvensteinspeicher.
Nicht ganz zweieinhalb Kilometer geht es anschließend relativ flach am Rand des sumpfigen Gebiets rund um den Röhrmoosbach dahin, bis wir an eine Weggabelung gelangen. Dort halten wir uns scharf links - die Beschilderung zeigt in Richtung Sylvensteinsee. Nach dem nächsten Anstieg - hinauf zum höchsten Punkt dieser Tour - folgt eine genüssliche Abfahrt, während dieser wir uns dank der Wegweiser zum Schronbachtal beziehungsweise Sylvenstein orientieren.
Nach etwa drei Kilometern verlassen wir den Wald, fahren ein in das beschauliche Schronbachtal und erreichen bald darauf die Untere Schronbachalm (835m). Zahlreiche Gumpen, liebliche Wiesen und schattige Plätzchen am Waldrand laden im Schronbachtal zum gemütlichen Verweilen ein. Ein idyllischer Flecken Erde, an dem man auch an sonnigen Tagen meist die nötige Ruhe findet.
Die Weiterfahrt zum beliebten Sylvenstein Stausee bietet sich an. Jedoch ist zu bedenken, dass man die Strecke auch wieder zurück muss und von der Schronbachalm aus bereits mehr als einhundertfünfzig Höhenmeter Anstieg zu bewältigen sind. Wer keine Verpflegung mitgenommen hat, findet nahe dem Ausgangspunkt das Café Landerermühle (719m). Achtung: Donnerstag und Freitag sind dort Ruhetage, außer feiertags.