Wir starten an der Talstation der Texelbahn und folgen der Zielstraße in östlicher Richtung in die Gemeinde Partschins. An der Weggabelung am Kirchplatz halten wir uns links und biegen nur wenige Meter weiter erneut links in den Wasserfallweg ein, der uns stetig steiler werdend in Richtung der Berge führt. Die zwischenzeitlich ansteigenden, weit über zwanzig Prozent Steigung haben es definitiv in sich – besonders, da wir noch nicht lange genug unterwegs sind, um uns warm zu kurbeln. Etwa zweihundert Höhenmeter auf nicht ganz anderthalb Kilometern weiter folgen wir der Teerstraße um eine Rechtskurve und winden uns fortan Kehre um Kehre den Hang hinauf.
Im weiteren Verlauf – glücklicherweise nicht mehr ganz so steil wie zu Beginn der Tour – pedalieren wir über die Tablander Straße kontinuierlich bergauf; teils durch bewaldete Abschnitte, teils zwischen freien Wiesenflächen hindurch, die uns den Ausblick über Meran und das Umland erlauben. Wenn sich der Weg nach den Eggerhöfen dem Zieltal zuwendet, haben wir einen Logenblick auf den Partschinser Wasserfall, der mit seinen fast einhundert Metern Fallhöhe zu den schönsten Wasserfällen der gesamten Alpen zählt. Welch ein Anblick, insbesondere im Zusammenspiel mit der 3.009 m hohen Zielspitze im Hintergrund und den saftig grünen Hängen, die von Steinterrassen durchzogen sind.
An einer deutlich ausgeschilderten Verzweigung folgen wir nach rund sechs Kilometern Fahrstrecke den Wegweisern nach links in Richtung Zieltal und Schutzhütte Nasereit. Weitere drei Kilometer führt uns die Teerstraße nun um den Talkessel herum und hinein in den Rammwald. Dabei lassen wir die Abzweigung zum Gasthaus Giggelberg sprichwörtlich links liegen und halten uns stets bergauf. Kurz vor dem Wasserkraftwerk Birkenwald mit angrenzendem Wanderparkplatz führt eine Spitzkehre zu unserer Linken vom geteerten Fahrweg ab, und wir biegen schließlich in die Forststraße Nasereit ein.
Eine letzte Rechtskehre und nur etwa einen Kilometer sowie einhundert Höhenmeter später befinden wir uns am Eingang zum Zieltal. Die Schutzhütte Nasereit (1.529 m) liegt direkt vor uns, eingerahmt von steil aufragenden, teils rauen Berghängen. Nach einer verdienten Rast auf der schön gelegenen Hütte geht es über dieselbe Strecke zurück ins Tal.