Beginnend am Parkplatz nahe dem Café Krugalm (747m) folgen wir der schmalen Teerstraße in südöstlicher Richtung. Parallel zur Bahnstrecke Schliersee-Bayrischzell führt uns die Straße ebenerdig dahin. Nach etwa einem halben Kilometer überqueren wir die Gleise und folgen der Straße nun auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnlinie schnurstracks für einige Minuten. Noch einmal wechseln wir die Seite. Zu unserer Linken nun das Gleisbett und rechts eingefasst von Bäumen und Sträuchern erreichen wir nach etwa einem Kilometer schließlich Geitau, einen Ortsteil der Gemeinde Bayrischzell.
Durch eine Unterführung geht es ein letztes Mal auf die andere Seite der Bahntrasse und etwa zweihundert Meter vorbei am bebauten Gebiet von Geitau. Kurz darauf biegen wir halbrechts in einen Kiesweg ein. Nur mäßig nimmt die Steigung zu und so führt uns der Weg vorbei an grünen Wiesen zu einer weiteren Weggabelung, die wir nach knapp vierhundert Metern erreichen. Wir halten uns erneut rechts und folgen dem Weg in den Wald hinein. Unmittelbar nach der Abzweigung wird es endlich steiler. Mit durchschnittlich fünfzehn Prozent Anstieg verläuft der gekieste Wirtschaftsweg nun knapp drei Kilometer kontinuierlich steil bergan. Über ein knappes Dutzend Serpentinen schlängelt sich der Weg durch den schattigen Bergwald und lässt uns dabei nahezu keine Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause.
Wir gelangen schließlich an eine enge Spitzkehre, an der sich der Weg teilt. Dort folgen wir der Beschilderung weiter in Richtung Spitzingalmen nach rechts hinauf. Nach wenigen Metern öffnet sich der dichte Wald und gibt den Blick auf die umliegenden Berge und Täler frei. Über Geitau und Osterhofen hinweg sind Taubenstein (1692m), Rotwand (1884m) und Hochmiesing (1883m) gut zu erkennen und lenken unsere Blicke in die Ferne. Die Steigung lässt endlich wieder etwas nach und so folgen wir dem Kiesweg noch die letzten fünfhundert Meter über den Wiesenhang hinauf zu den Spitzingalmen (1237m) an der nahegelegenen Spitzingscheibe (1270m) und unterhalb des mächtigen und markant thronenden Wendelsteins (1838m). Die privat und landwirtschaftlich genutzten Almen bieten trotz der idyllischen Lage leider keine Einkehrmöglichkeit, deshalb sollte man auf dieser Tour entsprechende Verpflegung vorbereiten und mitbringen.
Ehe wir uns auf den Rückweg hinunter ins Tal machen, genießen wir den weitläufigen Ausblick und die Ruhe auf dem wenig besuchten Almplateau. Der Weg zurück zum Ausgangspunkt folgt der von der Auffahrt bekannten Route bis zurück zum Café Krugalm (747m), welches sich abschließend ideal eignet um die Tour bei selbstgemachten Kuchen, kühlen Getränken oder einer deftigen Brotzeit Revue passieren zu lassen.