St. Martin im Kofel, Ötztaler Alpen

Vinschgau Uphill Klassiker von Kastelbell hinauf in das kleine Bergdorf St. Martin im Kofel am Vinschger Sonnenberg

Ein wahrer Uphill-Klassiker im Vinschgau - über schmale Teerstraßen von Kastelbell-Tschars an der Etsch hinauf in das beschauliche Bergdorf St. Martin im Kofel (San Martino al Monte). Weil die Route besonders sonnenverwöhnt sind, ist die Auffahrt auf den Sonnenberg (Monte Sole) bereits früh im Jahr möglich. Einkehrmöglichkeiten und beeindruckende Ausblicke inklusive.

Tourenprofil
Tour-ID
#219
Region, Land
Startort
39020 Kastelbell-Tschars
Streckenlänge
24.8 km (hin und zurück)
Anstieg
1349 m
Abstieg
1349 m
Dauer
3:02 Std.
Beschaffenheit
Asphalt
Panorama
Kondition
Niveau
Fahrtechnik
Eigenschaften
E-Bike tauglich
mit Einkehrmöglichkeit

Ø-Wertung
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Wetterprognose

Leichter Regen
Heute in Kastelbell-Tschars

Leichter Regen, 11° / 19°C

Anfahrtsbeschreibung

Über die Schnellstraße MEBO geht es von Bozen nach Meran und der Beschilderung folgend in Richtung Reschenpass. Über die Staatsstraße 38 fahren wir vorbei an der Forst-Brauerei hinauf in den Vinschgau. Wir folgen der Straße weiter bis nach Kastelbell (Castelbello) und biegen kurz vor der Touristeninformation, welche sich links der Straße befindet, rechts in den Dorfplatz (Piazza Centro) ein um zum Winkelweg (Via Ai Tre Canti) zu gelangen.

Parkmöglichkeiten

Parkplatz am Winkelweg (Via Ai Tre Canti) nahe dem Dorfplatz (circa 584m), Kastelbell-Tschars (Castelbello).

Tourenbeschreibung

Einziges Manko dieser Tour vorneweg: der Sonnenberg bietet neben dem hier beschriebenen Uphill auch einige spannende Trails- und Downhillstrecken. Aus diesem Grund verkehren regelmäßig Bike-Shuttles, welche Mountainbiker samt Bikes auf Anhängern den Berg hinauf befördern. Man muss also mit entsprechendem PKW-Verkehr entlang der Strecke rechnen.

Vom Parkplatz inmitten der Gemeinde Kastelbell im Vinschgau geht es über den Winkelweg in nordöstlicher Richtung aus dem Ort heraus. Kaum haben wir das bebaute Gebiet hinter uns gelassen, beginnt auch schon der Anstieg auf der schmalen Teerstraße. Mit durchschnittlich zwölf Prozent Steigung führt der Trumsberger Weg (Via Monte Trumes) uns Kehre um Kehre den sonnenverwöhnten Berghang hinauf. Erwähnenswerte Abzweigungen gibt es auf den ersten knapp sieben Kilometern nicht, erst kurz hinter der Hofschank Platzmairhof (1250m) gelangen wir an eine Gabelung.

Was jedoch erwähnt werden kann ist die Tatsache, dass wir wahnsinnig schnell an Höhe gewinnen und sich der Vinschgau zu unseren Füßen dadurch immer mehr öffnet. Der Ausblick ist bereits nach wenigen Kurven eindrucksvoll. Je nach Jahreszeit genießt man den ungetrübten Blick auf die schneeverhangenen Gipfel der Ortlergruppe im Süden und kann stellenweise über Naturns, Partschins und Algund hinweg bis auf die Sarntaler Alpen östlich von Meran blicken.

An der beschilderten Abzweigung St. Martin (S. Martino) und Trumsberg (Montetrumes) halten wir uns schließlich links. Meter um Meter pedalieren wir hinauf und genießen das Panorama. Nach etwa eineinhalb Kilometern verzweigt der Weg nach links hinab in Richtung Jausenstation Ratschillhof (1287m), dem Einstieg in den Tschilli-Trail (S2). Wir jedoch bleiben auf dem Hauptfahrweg und strampeln weiter wacker bergauf.

Weitere gut zwei Kilometer und zweihundert Höhenmeter später passieren wir den Beginn des Annenberg-Easy-Trails (S1), in dessen unmittelbarer Nähe sich auch der Wendeplatz für die Bike-Shuttles befindet welche täglich zahlreiche Mountainbiker hier hinauf karren. Nur wenige Meter weiter verlassen wir das von Bäumen umsäumte Gebiet. Spätestens jetzt genießen wir Panorama satt! Allen voran König Ortler (3905m), dem höchsten Berg Südtirols. Als wir um eine ausgedehnte Rechtskurve herumfahren entdecken wir plötzlich eine kleine Ansammlung von Gebäuden, unter denen sich auch die Jausenstation Hofschank Oberkaser (1680m) befindet. Die gemütliche Terrasse mit Garten, der herrliche Ausblick sowie die hauseigene Käserei laden zur ausgiebigen Rast ein.

Ehe wir uns diese Einkehr jedoch gönnen, nehmen wir noch die letzten fünfzig Höhenmeter in Angriff und fahren der Beschilderung folgend bis zur Bergstation der Latscher Seilbahn St. Martin (1734m). Nur wenige Meter hinterhalb der Seilbahnstation befindet sich die kleine Wallfahrtskapelle aus dem sechzehnten Jahrhundert. Sie ist über einer Felsgrotte errichtet und dem Heiligen Martin von Tours geweiht. Neben der Kirche befindet sich eine einklassige Bergschule, die jedoch mangels Schülern bereits 2005 geschlossen wurde. Kein Wunder, zählt das Bergdorf schließlich nur rund einhundert Einwohner.

Weil die Fahrt mit der Seilbahn nur Wanderern vorbehalten ist, trifft man verhältnismäßig wenige Mountainbiker die aus eigener Kraft die Strecke vom Tal hinauf nach St. Martin im Kofel bewältigt haben. Doch spätestens, wenn man statt der Abfahrt ins Tal über die von der Auffahrt bekannte Teerstraße eine der unterschiedlich anspruchsvollen Trailvarianten wählt sind die Mountainbiker unter sich. Ein spannendes Vergnügen, das jedoch entsprechende Fahrtechnik, Ausrüstung und Kondition erfordert.


Sicherheitshinweise

Diese Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren erfolgt stets auf eigene Gefahr. (Haftungsausschluss)

Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Aus diesem Grund bitten wir um Rücksichtnahme und Toleranz am Berg.

Autor: Martin Schindler
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