Die Schutzhütte Tiefrasten (2312m), in unmittelbarer Nachbarschaft zum gleichnamigen Tiefrastensee in einem Bergkessel umgeben von der felsigen Bergkulisse der Pfunderer Berge, ist insbesondere bei Wanderern entlang des Pfunderer Höhenwegs ein beliebter Stützpunkt und gerade bei Mountainbikern sicherlich ein eher selten besuchtes Ziel im Südtiroler Pustertal.
Bereits 1912 von der Sektion Brixen des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins erbaut, war die Hütte damals noch unter dem Namen Fritz-Walde-Hütte bekannt, wurde jedoch leider nach dem Ersten Weltkrieg von den Italienern enteignet und verfiel Jahre später. Erst 1974 wurde sie von der Sektion Brixen des Alpenvereins Südtirol (AVS) neu errichtet und heißt seither Tiefrastenhütte.
Gastfreundschaft ist auf der Tiefrasten groß geschrieben und so ist der Stützpunkt mit großzügiger Sonnenterrasse ganz besonderes für die gute Küche und die dort servierten, regionalen Spezialitäten bekannt. Bei herzhaften Kaspressknödeln mit Ausblick auf die schroffen Bergflanken kann man es sich auf der Tiefrastenhütte wahrlich gut gehen lassen. Übernachten kann man auf der Hütte ebenfalls, hier empfiehlt sich - wie überall - frühzeitig seine Übernachtung zu buchen.
Die MTB-Auffahrt erfolgt als Kombination aus Bike & Hike aus dem Winnebachtal nördlich des Pustertaler Ortes Terenten. Fernab des Massentourismus führt die Route tief hinein in den Talschluss und hinauf in ein einsames Hochkar. Ab Ende des fahrbaren Abschnitts sind gutes Schuhwerk und Trittsicherheit empfehlenswert, verlässt man schließlich nach und nach die alpenländische Vegetation und gelangt in felsiges Gelände oberhalb der Baumgrenze.
Von der Tiefrastenhütte aus lässt es sich auf diverse Wanderrouten zu den umliegenden Gipfeln wie der Hochgruppachspitze (2809m) oder der Eidechsspitze (2738m) starten.
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