Etwas mehr als vier Kilometer folgen wir dem gut ausgebauten Forstweg vom Wanderparkplatz Petern in westlicher Richtung am Reichenaubach entlang. Dabei passieren wir recht bald die Abzweigung hinauf zur Benediktenwand - von dort kommen wir gegen Ende der hier beschriebenen Tour runter. An einer beschilderten Abzweigung biegen wir dann rechts ab und fahren auf der Lainltalstraße einen Kilometer weit bis zur nächsten Weggabelung. Dort halten wir uns rechts und kurbeln ohne große Mühen tiefer ins Lainltal hinein.
Nach zwei Kilometern passieren wir die gelegentlich bewirtete Lainlalm (906m) und stehen nun dem ersten wirklichen Anstieg entgegen. Auf den nächsten eineinhalb Kilometern klettern wir auf unseren Mountainbikes kontinuierlich bergauf, bis wir zu einer Verzweigung kommen. Während der Weg links zur Staffelalm weiterführt, biegen wir rechts Richtung Tanner Alm ab. Nach einem kurzen Anstieg geht es zunächst etwas bergab. An der nächsten Weggabelung folgen wir der Beschilderung über die ausgewiesene Mountainbike-Strecke nach links hinauf. Die stellenweise über zweiundzwanzig Prozent steile Rampe ist aufgrund der guten Bodenbeschaffenheit zum Glück gut befahrbar und ebenso bald überwunden.
Als es flacher wird gelangen wir schließlich zum Beginn des Singletrails hinüber zur Tanner Alm. Die Einfahrt in den schmalen Pfad rechts von uns ist beschildert und kann eigentlich nicht übersehen werden. Es folgen eineinhalb Kilometer relativ einfacher Trail durch den Wald. Vereinzelt muss das Rad über verblockte Stellen oder Stufen geschoben werden, allerdings stets nur wenige Meter und selbst für konditionell fitte Fahrer mit schwereren E-Mountainbikes problemlos machbar. Und so erreichen wir die private Tanner Alm (1320m) inmitten des weitläufigen Almgebiets südseitig der Benediktenwand (1801m). Von hier aus erkennen wir auf dem benachbarten Sattel bereits die bewirtete Bichler Alm (1438m), das Ziel unserer Tour.
Weil der Höhenwanderweg nicht für Fahrräder geeignet ist, folgen wir dem Wirtschaftsweg südwestlich um den grasigen Hügel herum und kommen nach kurzer Talfahrt an eine Forststraße. An einem Baum entdecken wir zahlreiche Wegweiser - einer davon zeigt uns den Weg Richtung Bichler Alm. Und so gelangen wir nur wenige hundert Meter später zu einer weiteren beschilderten Abzweigung. Geradeaus ginge es hinauf zu den Scharnitzalmen, hier halten wir uns jedoch links. Es folgt eine äußerst schlecht beschaffene und durchweg sehr steile Rampe, die selbst mit E-Mountainbikes sowohl bergauf als auch bergab anspruchsvoll ist. Es empfiehlt sich daher, die Räder stehen zu lassen, zu schieben oder gar den Abstecher zur Alm komplett zu streichen.
Allerdings lohnt sich der Besuch auf der bewirteten Bichler Alm (1438m), allein schon des traumhaften Panoramas wegen. Die kleine Alm, auf der es neben hausgemachten Kuchen, Kaffee und Brotzeiten natürlich auch kühle Getränke gibt, gibt eigentlich ein gelungenes Tourenziel ab - sofern man sich die unwegsame Zufahrt antut. Obgleich man die Hütte nun besucht oder nicht, die Fahrt hinunter ins Tal erfolgt über die breite Forststraße, vorbei an der Oberen Orterer Alm (1140m) bis zum Langenecksattel (1167m). Ab dem Sattel geht es ziemlich steil hinab, es ist daher besondere Vorsicht geboten. Unten angekommen biegen wir ein letztes Mal links ab und erreichen kurz darauf den Wanderparkplatz, von welchem wir zu dieser Tour aufgebrochen sind.