Wir beginnen unsere Tour hinauf zu Staffelalm (1300m) und Rabenkopf (1559m) nahe dem Volvo Autohaus kurz vor dem Jachenauer Ortsteil "Ort". Vom Wanderparkplatz aus biegen wir auf die Landstraße in Richtung Jachenau Ort und fahren anschließend sofort rechts in eine für Kraftfahrzeuge gesperrte Kiesstraße. Diese führt uns stets geradeaus, vorbei an kleinen Almen, Waldstücken, Lichtungen und Bachläufen mal steiler und mal flacher hinein ins beschauliche Lainltal.
Nach circa vier Kilometern Fahrstrecke stets entlang des Baches kommen wir an der landwirtschaftlich genutzten Lainlalm (906m) vorbei. Nun nimmt die Steigung drastisch zu und erreicht auf den folgenden eineinhalb Kilometern Teilstrecke bis zu sechzehn Prozent. Imposante Felswände auf der einen, steile Abhänge auf der anderen Seite der Forststraße - dieser Ausblick entlohnt definitiv für die Strapazen und sorgt darüber hinaus für die nötige Ablenkung während man sich die Steigung hinauf kämpft.
Wir bleiben stets auf der gut befahrbaren Strecke und zweigen auch in einer spitzen Linkskurve nicht nach rechts ab, sondern folgen dieser eine kleine Senke hinab. Ein paar hundert Meter zum Verschnaufen tun gut, bevor die letzte steile Passage auf dieser Tour ansteht. Nachdem wir auch diesen knappen Kilometer mit Steigungen um die fünfzehn Prozent und einem Weidetor bewältigt haben, lichtet sich nun auch der Wald, wir fahren entlang des Weges quer über den Südhang bis hin zur Staffelalm (1300m) und wir genießen noch während der letzten Meter den atemberaubenden Ausblick in die Alpen.
Wer an der Staffelalm noch etwas Reserven hat, dem empfiehlt sich ein kurzer Aufstieg auf den Rabenkopf (1559m), von wo aus man einen gigantischen 360 Grad Rundumblick mit Sicht auf Walchen- und Kochelsee, Karwendel, Zugspitze, Benediktenwand und das umliegende Voralpenland hat.
Als kleinen Geheimtipp am Rande - zurück im Tal hat man die Möglichkeit die Bikes nahe der Lainlalm abzustellen und einen kurzen Fußmarsch in Richtung Benediktenwand zu nehmen, der einen unmittelbar zum Lainltal-Wasserfall führt. Dort kann man es sich an heißen Sommertagen nach der Bergfahrt gut gehen lassen. Ein erfrischender Sprung ins kühle Nass und ein anschließendes Sonnenbad in idyllischer und ruhiger Lage - was will man mehr?