Hallerangerhaus, Karwendel

Von Scharnitz über das Hinterautal und vorbei an der Kastenalm zu Hallerangerhaus und Halleranger-Alm

Entlang der Isar geht es zunächst bei nur leichtem Anstieg durch das Hinterautal in Richtung Talschluss. Ab der Kastenalm (1220m) wird  der Fahrweg teilweise sehr steil und erfordert neben der nötigen Kondition auch eine ordentliche Portion Fahrgeschick. Erst ab dem Lafatscher Niederleger (1577m) wird es etwas flacher, bevor es kurz vor Hallerangerhaus (1768m) und Halleranger-Alm (1771m) wieder knackig bergauf geht.

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Tourenprofil
Tour-ID
#117
Region, Land
Startort
6108 Scharnitz
Streckenlänge
37.9 km (hin und zurück)
Anstieg
1021 m
Abstieg
1021 m
Dauer
4:33 Std.
Beschaffenheit
Asphalt, Schotter
Panorama
Kondition
Niveau
Fahrtechnik
Eigenschaften
E-Bike tauglich

Ø-Wertung
(5 Bewertungen)

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Wetterprognose

Klarer Himmel
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Klarer Himmel, 7° / 19°C

Anfahrtsbeschreibung

Über die Autobahn (A95) München fahren wir weiter in Richtung Garmisch-Partenkirchen und anschließend entlang der Bundesstraße (B2) durch Oberau und Partenkirchen bis nach Mittenwald. Kurz hinter der deutsch-österreichischen Landesgrenze erreichen wir die Gemeinde Scharnitz. Wir folgen der Ortsdurchfahrt und biegen unmittelbar vor der Kirche Mariahilf nach links ein in Richtung Karwendeltäler. Nach einer Unterführung gelangen wir zum öffentlichen Parkplatz 1.

Parkmöglichkeiten

Kostenpflichtiger Wanderparkplatz 1, Scharnitz (966m) / Kostenpflichtiger Wanderparkplatz 2 (976m).
(Parkgebühr: 6,00 EUR pro Tag/Stand 2014).

Tourenbeschreibung

Wir pedalieren vom Wanderparkplatz am Eingang in die Karwendeltäler bei Scharnitz in östlicher Richtung durch das angrenzende Wohngebiet und erreichen nur wenige Minuten später den Lauf der Isar. An einer großzügigen Informationstafel - dort verzweigt nach links die Tour durch das Karwendeltal zum Karwendelhaus (1771m) - entscheiden wir uns in Richtung Hinterautal weiter zu fahren und folgen der Teerstraße noch rund eineinhalb Kilometer voran. Nur wenige Meter nachdem der Karwendelbach tosend durch eine eindrucksvolle Klamm von links kommend in den Isarlauf fließt beginnt die Straße anzusteigen und lässt uns so die ersten wirklich erwähnenswerten Höhenmeter gewinnen. Im weiteren Verlauf dieser Anstiegspassage lassen wir die Abzweigung zur Pleisenhütte (1757m) unterhalb der Pleisenspitze (2569m) sprichwörtlich links liegen und fahren der Beschilderung folgend weiter geradewegs in Richtung Isarursprung.

Vorbei am Gasthof Wiesenhof (1036m) führt uns nun die gekieste, gut ausgebaute Forststraße weiter bergan in Richtung Gleirschhöhe (1069m), dem vorerst höchsten Punkt dieses Tourenabschnitts. Rechts der Straße erkennt man weit unten im Tal den Zusammenfluss von Isar und Gleirschbach. Letzterer bahnt sich seinen Weg vom Talschluss des Samertals nahe der Pfeishütte (1959m) durch das, dessen Namen tragende, Gleirschtal und schließlich die wilde Gleirschklamm über eine Strecke von knapp fünfzehn Kilometern seinen Weg um schlussendlich das Wasser der Isar zu speisen.

Auf der Gleirschhöhe verzweigt der Fahrweg schließlich und wir folgen den Wegweisern über den linken Straßenast in Richtung Isarursprung, Kastenalm sowie Hallerangerhaus und Halleranger-Alm. Nach wenigen Metern beginnt die Strecke abschüssig zu werden und so gelangen wir zügig nach circa eineinhalb Kilometern wieder hinunter zum Bachbett der beschaulich plätschernden, kristallklaren Isar. Umsäumt von den massiven Gipfeln der Hinterautal-Vomper-Kette im Norden und der Gleirsch-Halltal-Kette im Süden bahnt sich die Isar seit jahrtausenden ihren Weg durch das Karwendelgebirge um schließlich knapp dreihundert Kilometer weiter nahe Deggendorf in der Donau zu münden. Knapp sechs Kilometer folgen wir dem Bachlauf taleinwärts bis wir zu unserer Linken eine Informationstafel entdecken. Hier, am Fuße der Birkkarspitze (2413m), wo Birkkarbach und Lafatscher Bach zusammenfließen, entspringt die Isar. Die umzäunten Austrittsrinnsale und Sitzgelegenheiten lassen wir allerdings unbesucht und folgen dem Weg weitere zwei Kilometer bis wir das umzäunte Fahrraddepot nahe der Kastenalm (1220m) erreichen.

Ab hier beginnt der anspruchsvolle Teil dieser Tour und so gönnen wir uns ein paar Minuten der Regeneration ehe es anschließend steil bergauf geht. Zunächst über eine kleine Brücke hinweg und durch den lichten Laubwald hindurch führt die schmaler werdende Kiesstraße nun in den dichter werdenden Bergwald hinein und wartet zu Beginn bereits mit bis zu fünfundzwanzig Prozent Steigung auf. Für viele Mountainbiker aufgrund von Steigung und Wegbeschaffenheit eine zermürbende Rampe, die vernünftigerweise dann doch gerne auch geschoben wird. Die vereinzelt möglichen Ausblicke über die Almwiese rund um die Kastenalm (1220m) auf die sich dahinter auftürmenden Felsformationen lassen dabei die Strapazen für einen kurzen Moment vergessen und motivieren zugleich, sich weiter den Berg hinauf zu kämpfen. Etwa eineinhalb Kilometer weit geht es entlang der Ausläufer des Gumpenkopfes (1960m) unentwegt steil hinauf, bis wir eine Abzweigung erreichen. Während der Weg nach rechts zum Lafatscher Hochleger (1648m) führt, bleiben wir auf dem Hauptweg und fahren links weiter.

Endlich wird es flacher und wir folgen dem Forstweg geradewegs in östlicher Richtung weiter. Auf etwas mehr als einen halben Kilometer können wir uns nun ein wenig erholen und genießen dabei die urtümliche Natur um uns herum. Der von Latschen und Nadelwald umsäumte Weg trifft im weiteren Verlauf auf den Hallerangerbach. Dieser muss dort entweder über eine kleine Fußgängerbrücke oder geradewegs durch die Furt hindurch passiert werden um auf die andere Seite des Bachlaufs zu gelangen. Anschließend legt die Steigung wieder zu und wir schrauben uns bei rund zwanzig Prozent weitere fünfhundert Meter den Berg hinauf. Oben angekommen erreichen wir das Almgebiet rund um den Lafatscher Niederleger (1577m). Ein idyllisches und mit Blick auf Speckkarspitze (2621m), Kleiner Lafatscher (2635m) und Vordere Bachofenspitze (2663m) zugleich beeindruckendes Fleckchen Alpenwelt.

Wir folgen dem Weg mit angenehmer Steigung durch das Almgebiet hindurch und gelangen nach etwa eineinhalb Kilometern zum Kohleralm-Gebiet. Dort treffen wir auf eine Weggabelung, die uns nach links in Richtung Halleranger-Alm (1776m) oder aber geradeaus weiter zum Hallerangerhaus (1768m) führt. Wir entscheiden uns für die Variante Hallerangerhaus und folgen dem grober werdenden Weg geradeaus weiter und durch die Latschenfelder am Fuße der Felswände bergauf. Nur noch etwa sechshundert Meter bei circa sechzehn Prozent Anstieg gilt es zu bewältigen und das vorläufige Ziel - das Hallerangerhaus (1768m) - ist erreicht. Von der einmalig gelegenen Schutzhütte lässt es sich nicht nur ideal von den Mühen der Auffahrt erholen und den Ausblick genießen. Unzählige Bergtouren und Kletterpartien können von diesem Ausgangspunkt begonnen werden.

Hinter dem Haus führt ein schmaler Kiesweg noch einige Meter durch den Wald und anschließend steil bergab zum Lauf des Hallerangerbaches, ehe es auf der anderen Seite des Bachlaufs wieder kurz bergauf geht in das Gebiet der Hallerangeralm (1771m). Das bewirtete Hauptgebäude liegt etwas erhaben auf einer Graskuppe in dessen direkter Nachbarschaft sich die idyllisch gelegene Hauskapelle befindet. Vor der Kulisse von Suntigerspitze (2322m), Hallerangerspitze (2398m) und Gamskarlspitze (2513m) beeindruckt die Alm vor allem durch die sonnenverwöhnte und aussichtsreiche Lage am Talschluss. In östlicher Richtung von der Halleranger-Alm weg führt ein Weg über das Überschalljoch (1912m) weiter in Richtung Vomper Loch und Walderalm (1511m), dem so manche Karwendeldurchquerer trotz einiger Schiebepassagen gerne folgen. Nördlich der Alm führt außerdem ein grobschottriger Wirtschaftsweg hinunter in Richtung Kohleralm zur uns bekannten Abzweigung, dem man gerne auf dem Rückweg hinunter ins Tal und zurück zum Ausgangspunkt folgen kann statt den Umweg über den Auffahrtsweg vorbei am Hallerangerhaus zu nehmen.

Sicherheitshinweise

Diese Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren erfolgt stets auf eigene Gefahr. (Haftungsausschluss)

Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Aus diesem Grund bitten wir um Rücksichtnahme und Toleranz am Berg.

Autor: Martin Schindler
Hinweis: Die Nutzung dieser Daten ist ausschließlich für den privaten Gebrauch gestattet und erfolgt stets auf eigene Gefahr. Eine Weitergabe an Dritte oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.
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6 Kommentare

Susi
Susi aus München
vor 26 Tagen
5
Mit E-Bike 1h 40 Minuten :-)
Martin Schindler
Martin Schindler aus Greiling
vor 2 Monaten

Aktuelle Meldung gültig ab 04.09.2017 bis 01.11.2017

Aufgrund von Umbauarbeiten ist das Hallerangerhaus bereits ab 4. September 2017 geschlossen. Die benachbarte Hallerangeralm ist davon nicht betroffen und wird seine Türen wie gewohnt erst zu Saisonende schließen.
Michel
Michel aus München
1 year ago
4
Schöne Tour jedoch könnten wir den knackigen Anstieg nicht ganz fahren. Die Landschaft ist absolut Top. Sehr freundliche Hüttenwirte entlang der Tour. Tolle Abfahrt ins Tal.
Stephan S.
Stephan S. aus Tölz
2 years ago
5
Eine der besten Touren im Karwendel, wer dort war wird es nicht bereuen!
Hans Buchroithner
Hans Buchroithner aus Innsbruck
3 years ago
5
Eine wunderbare Tour! Das Panorama und die urtümliche Landschaft im Hinterautal ist wirklich eine der beeindruckendsten Kulissen im Karwendelgebirge. Absolut empfehlenswert!
Wolfgang T.
Wolfgang T. aus Lenggries
3 years ago
5
Ich bin diese Tour im Oktober 2014 gefahren, kurz bevor die Hallerangeralm geschlossen hat und kann sie jedem nur empfehlen. Eine grandiose Natur. Und am Ende eine Hallerangeralm auf der es den besten Kaiserschmarrn im ganzen Karwendel gibt. Bis zur Kastenalm ein Kinderspiel, aber dann geht es echt zur Sache und die 4von5 Konditionsfelder gilt nur für Konditionsbolzen oder Profis wie den Martin.Doch die 20ig Minuten Schiebeeinlage nach der Kastenalm kann man als Normalo getrost in Kauf nehmen, denn es lohnt sich wirklich. Wer sich auch nur einen Restsinn für landschaftliche Schönheit bewahrt hat, kann sich einfach nicht satt sehen. Die Bilder vom Martin sind wunderbar, können aber die Wirklichkeit nur erahnen lassen. Jeder Schweißtropfen ist gut investiert.

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