Karwendelhaus, Karwendel

Weitläufige Genusstour von Scharnitz durch das Karwendeltal hinauf zum Karwendelhaus

Einer der Mountainbike-Klassiker im Karwendel schlechthin - von Scharnitz nahe Mittenwald geht es durch das rauhe Karwendeltal hinauf zum Karwendelhaus (1771m) am Massiv der Birkkarspitze (2749m). Nach der gemütlichen Fahrt durchs Tal führt das letzte Drittel auf Serpentinen über den Hochalmsattel hinauf. Die Tour fordert aufgrund der Streckenlänge einiges an Kondition, belohnt aber mit einem einzigartigen Panorama.

Tourenprofil
Tour-ID
#42
Region, Land
Startort
6108 Scharnitz
Streckenlänge
36.7 km (hin und zurück)
Anstieg
996 m
Abstieg
996 m
Dauer
4:15 Std.
Beschaffenheit
Asphalt, Schotter
Panorama
Kondition
Niveau
Fahrtechnik
Eigenschaften
E-Bike tauglich

Ø-Wertung
(11 Bewertungen)

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Wetterprognose

Ein paar Wolken
Heute in Scharnitz

Ein paar Wolken, 3° / 15°C

Anfahrtsbeschreibung

Über die Autobahn (A95) München in Richtung Garmisch-Partenkirchen und die Bundesstraße (B2) fahren wir durch Oberau und Partenkirchen weiter nach Mittenwald. Südlich von Mittenwald erreichen wir Scharnitz und biegen vor der Kirche im Ortskern nach links ab. Ein Hinweisschild weist uns den Weg in Richtung Karwendeltäler. Nach einer Unterführung passieren wir den öffentlichen Parkplatz 1 und folgen der Straße geradeaus weiter bis wir eine Brücke überqueren. Dahinter befindet sich der öffentliche Wanderparkplatz 2, der Ausgangspunkt der Tour ins Karwendeltal. 

Parkmöglichkeiten

Gebührenpflichtiger Wanderparkplatz 1, Scharnitz (939m) / Gebührenpflichtiger Wanderparkplatz 2 (976m).
(Parkgebühr: 6,00 EUR pro Tag/Stand 2012). 

Tourenbeschreibung

Vom Parkplatz 2 in Scharnitz fahren wir der Beschilderung entsprechend in Richtung Karwendeltal. Gleich zu Beginn wird ersichtlich - die auf dem Weg liegende Larchetalm (1173m) ist nicht mehr bewirtet, damit fehlt die einzige Möglichkeit zur Zwischenrast auf dieser Tour. Wir lassen uns davon aber nicht beirren und folgen der geteerten Straße ein kurzes Stück weit hinauf und biegen alsbald rechter Hand in eine Kiesstraße ein. Mit etwa zehn Prozent führt der Weg uns etwa eineinhalb Kilometer hinauf, bevor die Steigung langsam nachlässt. Hin und wieder erhaschen wir ein paar kurze Blicke hinab auf die Isar, welche durch das parallel verlaufende Hinterautal fließt. Weiter geht es durch das anfänglich lichte Waldstück, bis wir nach etwa zwei weiteren Kilometern zum Fuße der Brunnensteinspitze (2180m) gelangen. Nahe der schroffen Felswand lichtet sich der Bergwald immer mehr und es eröffnet sich uns ein erster Blick auf den Eingang des Karwendeltals, umrahmt von den Gipfeln der Brunnensteingruppe zur Linken und der Pleisenspitze (2569m) zur Rechten.

Von nun an führt der Weg entlang des Karwendelbaches, dessen glasklares Gebirgswasser sich den Weg durchs Tal bahnt. Das sich langsam ausdehnende Karwendeltal zeigt sich immer mehr von seiner besten Seite - wilde Bachläufe, imposante Felsformationen und die bezaubernde Vegetation des Hochtals begleiten uns circa vier Kilometer mit kaum spürbarer Steigung bis zur Larchetalm (1173m). Einst konnte man hier eine kleine Zwischenrast einlegen und sich bei Brotzeit und kalten Getränken erholen, im Moment ist die Alm jedoch unbewirtet. Der von weitläufigen Almwiesen umgebene, gut befahrbare Weg wendet sich langsam aber sicher in Richtung Osten und damit tiefer hinein ins Karwendeltal. Weiter geht es vorbei an der privat genutzten Angeralm (1305m) durch das Tal. In der Ferne erblicken wir das Karwendelhaus (1771m), das sich einem Adlerhorst gleich an das Massiv der Birkkarspitze (2749m) schmiegt. Bevor wir uns aber an das letzte Drittel der Tour machen, erlauben wir uns einen kurzen Blick zurück und können an der endlos scheinenden Gebirgskette ansatzweise erahnen, wie weit wir nun bereits ins Karwendeltal eingefahren sind.

Etwa einen Kilometer hinter der Angeralm beginnt die Auffahrt zum Hochalmsattel. Die durchschnittlich zehn Prozent sind im Verhältnis zu anderen Biketouren im Karwendel eigentlich kaum der Rede wert, nach vielen Kilometern des leichten Anstiegs ist der Kondition aber ein geringer Grad der Erschöpfung anzumerken und so ziehen sich die letzten Kurven hinauf ein wenig. Passagen mit freier Sicht auf das langsam näher rückende Karwendelhaus wechseln sich ab mit kurzen Fahrten durch Waldstücke. Eines haben diese jedoch gemeinsam - der Weg führt kontinuierlich bergauf. Wir erreichen den Hochalmsattel am Fuße der Östlichen Karwendelspitze (2537m) und passieren ein Weidetor. Dahinter eröffet sich uns die großflächige Almweide der Hochalm (1704m) mit Kapelle, deren malerische Lage wahrlich zu beneiden ist. Einen knappen Kilometer weiter folgen wir dem Weg entlang einer Rechtskehre. Der von der Kehre verzweigende Weg führt hinunter zum kleinen Ahornboden, über welchen man ein weiteres Topziel im Karwendel, die Falkenhütte (1848m), erreicht. Die letzten Meter führen uns nahezu ebenerdig voran und so erreichen wir alsbald mit dem Karwendelhaus das Ziel dieser Tour.

Sicherheitshinweise

Diese Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren erfolgt stets auf eigene Gefahr. (Haftungsausschluss)

Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Aus diesem Grund bitten wir um Rücksichtnahme und Toleranz am Berg.

Autor: Martin Schindler
Hinweis: Die Nutzung dieser Daten ist ausschließlich für den privaten Gebrauch gestattet und erfolgt stets auf eigene Gefahr. Eine Weitergabe an Dritte oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.
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12 Kommentare

Axel Bornheimer
Axel Bornheimer aus Grasbrunn bei München und Lima Perú
vor 24 Tagen
5
Ich habe mir diese wunderbare Tour zu meinem 78sten Geburtstag geschenkt (mit meinem Cube ohne E). Mit der steilen Anfangsrampe geht es gleich ganz schön zur Sache, aber dann folgen flachere Passagen durch einen Spalier von grandiosen Berggipfeln und über Almen mit wunderbaren Alpenblumen, die im August blühen: Schwalbenwurz-Enzian, Blauer Eisenhut, Scabiose, Silberdistel, Alpen-Dost und ganz oben Deutscher-Enzian und Sumpf-Herzblatt. Da musste ich natürlich zum Fotografieren öfter runter vom Rad und so brauchte ich vom Parkplatz bis zum Karwendelhaus schöne 3,5 Stunden (19,1 km und 800 Höhenmeter). Am Beginn der Schlussserpentinen habe ich auch ein Stück geschoben. Kaiserschmarrn, Russn und Nachtlager im Karwendelhaus 1. Klasse! Am folgenden Tag kletterte ich dann auf einen der Berge, die ich mir für's Alter aufgehoben habe: Birkkarspitze, höchste Erhebung des Karwendels, 2749 Meter.
Heribert
Heribert aus München
vor 5 Monaten
5
Die Tour ist ist landschaftlich sehr schön und auch für geübte Kinder mit 24'' MTB und entsprechender Kondition geeignet. Von Ende Mai bis Mitte Oktober findet man dort keine vereisten Straßen!
Susanna
Susanna aus München
1 year ago
4
Top-Beschreibung - besten Dank dafür. Die Tour ist landschaftlich ein Traum - die Hütte ganz wunderbar. Fahrtechnisch ist das Ganze sehr einfach. 5 Sterne für Panorama, 4 Sterne weil es keinen Trail gibt :-) Wir sind die Route 1:1 so gefahren -haben aber nur 900 HM auf dem Compter.???
Robby
Robby aus Nürnberg
1 year ago
5
Hallo, ich bin die Tour heute bei traumhaftem Kaiserwetter gefahren. Leider musste ich auf 1560hm wieder umkehren, da ab dort eine geschlossene Schneedecke liegt. Ein Tourenskigeher sagte mir, dass es ab Ende Mai oft erst Schneefrei bis zum Karwendelhaus ist. Bin dann noch das Stück bis zum Isarursprung gefahren, war auch gut. Werde die Tour bis zum Karwendelhaus auf jeden Fall nochmal in Angriff nehmen und komplettieren, sensationelles Panorama.
Jockel
Jockel aus München
2 years ago
5
Liebes Forum, wir haben vor, diese Tour in ein paar Tagen zu fahren. Lässt sich die Tour auch mit einem normalen Tourenbike fahren. Vielen Dank. Gruß Jockel

Martin Schindler
Martin Schindler aus Greiling
2 years ago
Hallo Jockel, vielen Dank für deine Frage. Im Prinzip lässt sich diese Tour auch mit einem Tourenbike fahren, ja. Lediglich die Auffahrt zum Hochalmsattel und insbesondere die bei der Rückfahrt zu tätigende Abfahrt über selbige Strecke könnte je nach vorhandenen Bremsen und Bereifung etwas "anspruchsvoller" werden. Die restliche Strecke verläuft über durchweg gute Forststraßen und sollte kein Problem darstellen. Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen und wünsche viel Spaß bei der Tour!
Mike
Mike aus Rottenbuch
2 years ago
5

So nun nach dem Winter in den ich nicht ganz ans Karwendelhaus gekommen bin der 2 Anlauf diesmal mit meiner Frau. Tolle Tour mit 100% feiner bis grober Schotter vor allen das letzte Steile Stück mit sehr engen Kurven aber bei angenehmen Temperaturen ein Erlebnis. Entgegen der Behauptung von KOMOOT sind alle Teilstücke befahrbar wenn auch mit etwas Geschick. Herrlicher Ausblick auf das Karwendel Gebirge am Haus oben Entschädigen für die Strapazen. Bilder der Tour gibt es hier Mike

Gabi
Gabi aus Unterhaching
2 years ago
5
Wir sind die Tour heute gefahren und ich kann sie nur empfehlen. Die Steigungen sind gut machbar, aber die Gesamtlänge hat es ganz schön in sich. Landschaftlich ist das Karwendeltal wirklich ein Traum. Im Sommer die Sonnencreme nicht vergessen, wenn´s zu heiß wird, Füße in den Karwendelbach halten.
Mike
Mike aus Rottenbuch
3 years ago
5
Wie schon geschrieben bin ich die Tour bisher nur im Winter gefahren und die auch wegen Schnee nicht ganz. Aber im Sommer könnte ich mir die Strecke landschaftlich sehr toll vorstellen wenn ich mir die Bilder von Martin so anschaue. Vor allem mit gelegentlicher Abkühlung von den Bachläufen. Mike
Mike
Mike aus Rottenbuch
3 years ago
5
War am 24.11. auch auf dem Weg zum Karwendelhaus aber von Deutschland aus vom kostenlosen Parkplatz vor der Grenze. Am Einstieg ist eine große Baustelle und die Fahrbahn sehr schmutzig und feucht. Die ganze weitere Strecke war nass und der feine weiße Staub klebte bald am Rad. Bald kam Schnee dazu und nach 14km und 47min Fahrzeit war Feierabend wegen vereister Fahrbahn. Außerdem findet dich dort oben niemand wenn dir was passiert. Also kurz vorm Ziel wieder zurück. War aber herrlich die Gegend. Bilder von der Tour gibt es hier zu sehen. Mike
Mike
Mike aus Rottenbuch
3 years ago
5
Zu den Parkmöglichkeiten noch folgendes 100 mtr. vor der Grenze ist ein großer kostenloser Parkplatz. Bis zum Startpunkt der Tour sind es nur wenige 100 mtr. Zwar zu wenig zum Warmfahren aber wenigstens etwas, ich brauche immer einige Kilometer bis ich in fahrt komme.
Wolfgang
Wolfgang aus Lenggries
3 years ago
5
Ich 67ig, habe gestern diese Tour mit meinem Scott ohne E gemacht und kann dieser Beschreibung nur voll und ganz zustimmen. Vom Parkplatz bis zum Karwendelhaus habe ich aber fast 2,5 Stunden gebraucht und war am Ende ganz schön kaputt. Aber fast wäre man geneigt, gar nicht schnell zu fahren, denn diese Natur lädt einfach zum schauen ein. Nur etwas wäre vielleicht noch erwähnenswert. In der Frühe, ich war um kurz vor 10Uhr gestartet, ist es streckenweise schattig und somit echt kalt. Was mich auch ein bisschen geärgert hat waren die Preise auf dem Karwendelhaus € 4,40 für ein 0,5 Weißbier.

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