Juifen, Karwendel

Juifen-Runde von Fall über die Via Bavarica Tyrolensis nach Achenwald und zur Rotwandlhütte am Juifen

Das Paradebeispiel einer Mountainbike-Tour im Karwendelgebirge - die anspruchsvolle Tour führt von Fall am Sylvensteinspeicher über den Radwanderweg "Via Bavarica Tyrolensis" nach Achenwald in Tirol und von dort hinauf zur Rotwandlhütte (1525m) unterhalb des Juifen (1988m). Die Runde schließt sich nach einer genussvollen und aussichtsreichen Abfahrt hinunter zum Forsthaus Aquila (919m) und zurück nach Fall.

Tourenprofil
Tour-ID
#70
Region, Land
Startort
83661 Lenggries / Fall
Streckenlänge
40.3 km (Rundtour)
Anstieg
1250 m
Abstieg
1242 m
Dauer
4:42 Std.
Beschaffenheit
Asphalt, Schotter
Panorama
Kondition
Niveau
Fahrtechnik
Eigenschaften
Rundtour
E-Bike tauglich

Ø-Wertung
(7 Bewertungen)

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Wetterprognose

Mäßiger Schnee
Heute in Lenggries / Fall

Mäßiger Schnee, -2° / -1°C

Anfahrtsbeschreibung

Von Bad Tölz kommend fahren wir, vorbei am Wintersportort Lenggries bis zum Sylvensteinsee. Oberhalb der Staumauer angekommen biegen wir rechts ab und fahren kurz darauf über die Sylvensteinbrücke bis nach Fall. Dort biegen wir links in die Dürrachstraße ein und folgen ihr bis zum Parkplatz vor einer Schranke links neben der Straße.

Parkmöglichkeiten

Kostenloser Parkplatz, Fall (773m).

Tourenbeschreibung

"Via Bavarica Tyrolensis" - auch wenn diese lateinische Bezeichnung einem suggeriert, es würde sich um eine alte Römerstraße handeln, so steckt dahinter nichts geringeres als ein insgesamt zweihundertfünfundzwanzig Kilometer langer Radwanderweg, der sich von der bayerischen Landeshauptstadt München bis nach Wiesing in Tirol erstreckt. Ein Teilstück der landschaftlich reizvollen Strecke verläuft hierbei von Fall am Sylvensteinstausee entlang der Walchen bis nach Achenkirch und bildet somit einen Teil der hier beschriebenen Juifen-Runde ab.

Vom Parkplatz in Fall fahren wir eineinhalb Kilometer entlang der Teerstraße nach Süden. Kurz hinter einer Brücke über die Dürrach verzweigt linker Hand eine leicht ansteigende, gekieste Forststraße, welcher wir hinauf folgen. Wir befinden uns nun auf der besagten Teilstrecke der "Via Bavarica Tyrolensis", die uns zumeist durch den Wald hindurch in Richtung Grenze führt. Nach knapp eineinhalb Kilometern teilt sich der Weg vor einer großzügig angelegten Weidefläche. Da der eigentliche Weg zum Zeitpunkt des Tour-Trackings gesperrt war, biegen wir hier rechts ab und folgen dem in seiner Richtung angepassten Radweg-Symbol nach rechts. Etwa zweieinhalb Kilometer verläuft der Weg nun bergauf und bergab durch den Wald, bis wir schließlich wieder auf die tatsächliche "Via Bavarica Tyrolensis" stoßen. Entlang der Ausläufer des Stausees verläuft der Weg gen Osten. Auf den darauffolgenden sechseinhalb Kilometern erblicken wir seitlich des Weges die ein oder andere tiefe Schlucht der Walchenklamm, durchfahren die Auen rund um den Bachlauf und tangieren stellenweise auch die Bundesstraße B307, bis wir diese schließlich nahe der deutsch-österreichische Grenze achtsam überqueren müssen. Auf der anderen Seite der stark frequentierten Straße folgen wir dem geteerten Radweg etwa noch zweieinhalb Kilometer nach Süden bis wir am Gasthof "Zum Hagen" ankommen.

Wir überqueren erneut die Straße und peilen die gegenüberliegende Kapelle St. Peter und Paul an. An der Kapelle vorbei führt uns die Teerstraße sogleich links den Berg hinauf. Während die ersten drei Kilometer bergan noch gemäßigt verlaufen, bleibt die Steigung auf den darauffolgenden dreieinhalb Kilometern vorbei an der Brettersbergalm-Hochleger (1296m) konstant anspruchsvoll. Erst etwa zwei Kilometer vor dem Tourhöhepunkt - der Rotwandlhütte (1525m), wenn sich der Wald langsam lichtet und den Blick auf das Panorama des Voralpenlandes freigibt, wird es wieder etwas flacher. Auf dem Weg zur Alm präsentieren sich uns rechter Hand die Rotwand sowie der benachbarte Roßkopf (1528m), während der Blick in Fahrtrichtung direkt auf die markanten Flanken des Juifen (1988m) stößt.

Wir erreichen schließlich den kleinen Almenverbund der Rotwandalm-Hochleger und die Rotwandlhütte (1525m), auf der Wanderer und Mountainbiker in den Sommermonaten meist auf Verpflegung hoffen können. Nach einer kurzen Rast führt uns der Weg in südlicher Richtung hinab ins Tal. Es folgen satte fünf Kilometer genüssliche Abfahrtsstrecke vorbei an den landwirtschaftlich genutzten Almen Rotwandalm-Niederleger (1398m), Baieralm (1370m) sowie der Zotenalm-Mitterleger (1290m) am Fuße des Demeljochs (1923m). Wir genießen den zu Beginn der Abfahrt weitläufigen Blick in das Karwendelgebirge, ehe das Panorama mit sinkender Höhe stetig dem dichten Wald weichen muss.

Nach der langen und abwechslungsreichen Abfahrt folgt eine letzte, etwa zwei Kilometer lange Passage mit leichtem Gegenanstieg, bevor es schließlich ins Bächental hinabgeht. Im Tal angekommen biegen wir rechts ab und folgen der Forststraße noch etwa einen Kilometer bis zum Forsthaus Aquila (919m). Die kurze Auffahrt zur Jausenstation ist gut ausgeschildert und kann nicht übersehen werden. Nach nunmehr zweiunddreißig Kilometern seit Beginn der Tour in Fall kommt eine gemütliche Stärkung gerade recht. Vom Forsthaus sind es anschließend noch achteinhalb Kilometer entlang der flachen und sogar meist leicht abfallenden Teerstraße durch das Bächental bis zurück nach Fall, dem Ausgangspunkt der Juifen-Runde.

Sicherheitshinweise

Diese Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren erfolgt stets auf eigene Gefahr. (Haftungsausschluss)

Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Aus diesem Grund bitten wir um Rücksichtnahme und Toleranz am Berg.

Autor: Martin Schindler
Hinweis: Die Nutzung dieser Daten ist ausschließlich für den privaten Gebrauch gestattet und erfolgt stets auf eigene Gefahr. Eine Weitergabe an Dritte oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.
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7 Kommentare

Bergradlerin
Bergradlerin aus Holzkirchen
vor 2 Monaten
5
Eine wenig frequentierte, aussichtsreiche Tour auf Forstwegen, die meiner Meinung nach aber alles andere als schwer ist. Wir haben dann noch a Stückerl Richtung Juifen drangehängt :)
MountainEmilio
MountainEmilio aus Lenggries
vor 6 Monaten
5
26.05.2017 - Traumwetter, Traumtour .... das nächste mal mit mehr Zeit ist dann noch der Gipfel ( Bike&Hike ) dran. Gruss Albert
Oliver
Oliver aus München
2 years ago
5
Wirklich wunderbare Tour, bin ich heute gefahren. Die Rotwandlhütte hat noch zu, daher ausreichend Proviant mitnehmen, da sonst keine Einkehrmöglichkeit (das Aquila ist ja schon fast am Ende der Tour).
Q
Q
2 years ago
5
die wahrscheinlich letzte Tour dieses Jahr - Nebelsuppe in Tölz, Nebelsuppe am Sylvensteinspeicher, 100 hm höher strahlender Sonnenschein. In Summe knackig, aber sehr gut fahrbar. Toller Ausblick
Florian
Florian aus Wackersberg
3 years ago
5
Heute von Zuhause weg gefahren, super Tour.
Sixt Josef
Sixt Josef
4 years ago
5
Dies ist eine wunderbare Tour! Unbedingt, wie beschrieben fahren. Nur so kommt man in den Genuss 2x einkehren zu können. Das erste mal nach dem schweißtreibenden Anstieg bei den Rotwandalmen und dann, nach der Abfahrt, in der Aquila.
MB Fan
MB Fan aus Bad Tölz
4 years ago
5
Die Tour ist sehr zu empfehlen! Je nach Veranlagung sollte man Verpflegung nicht vergessen, außer in Fall und in der Aquila kann man nicht "nachtanken". Möglichst immer im Uhrzeigersinn fahren, die Biker die mir in der Abfahrt ins Bächental entgegengekommen sind haben z.T. "ganz schön alt ausgeschaut", streckenweise ausgewaschen, tiefer Schotter. Bin schon auf die nächste mtbsepp Tour gespannt!! MB Fan

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