Zunächst folgen wir der Burggasse vom Parkplatz aus in östlicher Richtung bergan und nach nur wenigen Metern nehmen wir die Brücke über den Lahnbach. Wir bleiben auf der Burggasse und biegen kurz darauf der Beschilderung folgend in nach rechts in Richtung "Schlinglberg" und "Schloss Freundsberg" ab. Nachdem wir den Lahnbach ein zweites Mal überquert haben, passieren wir etwa dreihundertfünfzig Meter weiter das historische Schloss Freundsberg, eine im Jahre 1150 von den Herren von Freundsberg gegründete Burg, die seit Anfang des neunzehnten Jahrhunderts im Besitz der Stadt Schwaz ist. Der Burgfried dient seit 1948 als Museum der Stadt, an dessen Südrand die Burg thront. Die kontinuierlich ansteigende Teerstraße lässt uns trotz der stets rund dreizehn Prozent Steigung zügig an Höhe gewinnen. Knapp zwei Kilometer später fahren wir vorbei am Gasthof Schmadlegg (866m) und folgen der geteerten Straße noch etwa sechshundert Meter voran, bis wir nach rechts in einen Kiesweg einfahren, an dessen Einfahrt ein Schild uns den Weg in Richtung "Loassattel-Hochfügen" weist.
Der zumeist von dichten Nadelbäumen umsäumte Forstweg lässt nur vereinzelt Blicke hinunter in das weitläufige Inntal zu - wenn sich einem jedoch die Möglichkeit bietet, dann sind diese Stellen sicherlich auch die angenehmsten um eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Nach etwa einem halben Kilometer folgen wir dem Forstweg um eine Linkskurve herum und biegen nur dreihundert Meter weiter schließlich rechts ab in Richtung "Station Grafenast", wie uns die Beschilderung aufzeigt. Etwas mehr als zwei Kilometer fahren wir anschließend durch den Bergwald hinauf und lassen dabei vereinzelte Verzweigungen unbeachtet. Wir fahren schließlich wieder in eine Teerstraße ein und erreichen kurz darauf die Liftstation Grafenast der Kellerjochbahn.
Vorbei am Bio-Aktiv Hotel Grafenast führt uns die Pillbergstraße ein erstes Mal seit Beginn der Tour einige Meter mit abfallender Steigung mühelos dahin. Doch zu früh gefreut - nach nur etwa einem halben Kilometer führt die Strecke wieder bergauf. Dabei passieren wir den Alpenhof Hubertus (1339m) und fahren noch etwa dreihundert Meter bis wir an eine Weggabelung kommen an welcher wir links in den Hoferweg einfahren. Dieser entpuppt sich wenige Minuten später wieder als gekiester Weg fernab vom PKW Verkehr. Der Forstweg führt uns wieder in den dichten Wald hinein und wir folgen diesem schnurstracks dahin. Vereinzelt weist uns auch die angebrachte Beschilderung den Weg weiter in Richtung "Gasthof Loas". Nach eineinhalb Kilometern lichtet sich der Wald ein wenig und wir passieren die nicht bewirtete Wopfneralm (1450m).
Kurz darauf gelangen wir an eine Verzweigung, der wir nach links folgen. Rund sechshundert Meter weiter halten wir uns ein weiteres Mal links und rüsten uns für den Endspurt. Die Steigung legt wieder zu und so fahren wir noch etwa einen Kilometer bei circa dreizehn Prozent Anstieg dem Ziel dieser Tour entgegen. Schließlich erreichen wir den Alpengasthof Loas (1645m) unterhalb des Loassattels (1675m). Der am Fuße von Kellerjoch (2344m), Gilfert (2506m) und Kuhmesser (2264m) gelegene historische Gasthof glänzt vor der herrlichen Kulisse des Inntals und des Karwendelgebirges nicht nur durch einen herrlichen Ausblick von der Sonnenterrasse sondern ist insbesondere bekannt für die tellergroßen "Loas-Schnitzel" und die leckeren Mehlspeisen. Perfekte Voraussetzungen also für Mountainbiker, die sich von Schwaz tief unten an der Talsohle ihren Weg hinauf gebahnt haben. Bevor wir die Rückfahrt hinunter ins Tal antreten, verweilen wir noch etwas auf der Sonnenterrasse und genießen den Aufenthalt am Ziel dieser Tour.
Wer die Weiterfahrt nach Hochfügen und hinunter ins Zillertal plant, folgt anschließend dem Forstweg hinter dem Alpengasthof Loas weiter hinauf auf den Loassattel (1675m). Damit ist der höchste Punkt erreicht und es wartet die Abfahrt hinunter vom Loassattel über Hochfügen nach Fügen im Zillertal. Die Rückkehr durch das Zillertal ins Inntal und schließlich weiter bis zum Ausgangspunkt nach Schwaz sollte jedoch insbesondere zeitlich nicht unterschätzt werden.