Vom groß dimensionierten Wanderparkplatz führt uns ein breiter Forstweg unmittelbar in den Bergwald hinein. Nur wenige Meter bleiben uns zum gemütlichen Einfahren und schon beginnt die Strecke steiler zu werden. Mit rund zwölf Prozent Steigung verläuft die gut beschaffene, von Schatten spendenden Bäumen umsäumte Forststraße bergan. An heißen Sommertagen von den Sonnenstrahlen geschützt treten wir zügig hinauf, bis wir nach etwa einem Kilometer eine erste Kuppe erreichen. Nach einem kurzen Teilstück mit teilweise abfallendem Verlauf passieren wir einen kleinen Wasserfall und bereiten uns anschließend auf die erneut zunehmende Steigung vor.
Etwa einen halben Kilometer weiter mündet in einer Rechtskurve der Wanderweg von Huben und Innerwald. Wir halten uns also rechts und folgen der breiten Straße weiter voran. Ebenso die nur wenige hundert Meter später erreichte Abzweigung zum Schachenberg (1076m) lassen wir sprichwörtlich links liegen und fahren, begleitet von einer kontinuierlichen und nur an wenigen Stellen abflachenden Steigung den Berg hinauf. Entlang des plätschernden Talgraben Baches geht es rund zwei Kilometer voran ehe die Strecke eine scharfe Linkskurve macht. Kurz darauf verlassen wir den dichten Wald und erreichen die Almwiesen rund um die nicht bewirtete Tal Alm (1120m).
Wir passieren die aussichtsreich gelegene Alm mit der Karspitze (1239m) im Hintergrund und halten uns nur wenige Meter weiter in einer Rechtskurve erneut auf dem breiten Fahrweg. In östlicher Richtung geht es nun wieder mit rund zwölf Prozent Steigung bergauf. Abgelenkt vom Panorama rund um den teilweise bewaldeten Talkessel am Fuße des Wandberg (1440m) fahren wir schon bald wieder in ein etwas flacheres Waldstück ein. Dort gilt es nun sich kurz zu regenerieren und die Kräfte zu mobilisieren, schließlich folgt nach rund fünfhundert Metern die wohl gefürchtetste Passage dieser Tour. Mit über zwanzig Prozent Steigung geht es einen halben Kilometer steil und geradewegs bergauf. Dabei passieren wir den Abzweig zur Ackeralm (1320m), über welche man alternativ zum Wandberg gelangt. Die Tour von Walchsee über die Priener Hütte und den Wandberg haben wir bereits an anderer Stelle beschrieben. Nachdem wir die steile Rampe hinter uns gebracht haben, erkennen wir in naher Ferne bereits die grüne Pyramide des Geigelsteins (1808m), dem zweithöchsten Gipfel der Chiemgauer Alpen auf bayerischem Staatsgebiet, und das darunter befindliche Almgebiet. Nach etwa einem halben Kilometer nahezu ebenerdiger Fahrt vorbei an einem kleinen Badeweiher erreichen wir die Abzweigung zur Priener Hütte (1410m), die nur wenige Minuten später schließlich auch erreicht ist.
Von der aussichtsreichen Terrasse der urigen Hütte blicken wir hinüber auf das zackige Kaisergebirge und erholen uns von der teilweise anspruchsvollen Auffahrt. Der Rückweg erfolgt über die von der Auffahrt bekannte Route und führt uns schnurstracks zurück zum Ausgangspunkt am Ortsrand von Sachrang.