Raschötz, Dolomiten

Dolomiten Traumtour von St. Ulrich in Gröden zu Raschötzhütte und Brogleshütte im Naturpark Puez-Geisler mit anschließender Trailabfahrt

Die abwechslungsreiche und landschaftlich traumhafte Mountainbike-Tour von Sankt Ulrich in Gröden führt steil hinauf zur Raschötzhütte (2170m) und anschließend über den aussichtsreichen Grödner Höhenweg vorbei an der Cason Hütte (2111m) zur Brogleshütte (2045m) unterhalb der Geislergruppe. Ausgedehnte Trailabfahrt optional.

Tourenprofil
Tour-ID
#155
Region, Land
Startort
39046 Sankt Ulrich in Gröden
Streckenlänge
20.6 km (Rundtour)
Anstieg
1141 m
Abstieg
1136 m
Dauer
2:29 Std.
Beschaffenheit
Asphalt, Schotter, Wald-/Wiesen-/Wanderweg, Singletrail
Panorama
Kondition
Niveau
Fahrtechnik
Eigenschaften
Rundtour
E-Bike tauglich

Ø-Wertung
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Wetterprognose

Mäßiger Regen
Heute in Sankt Ulrich in Gröden

Mäßiger Regen, 12° / 19°C

Anfahrtsbeschreibung

Über die Brennerautobahn fahren wir aus Richtung Innsbruck nach Italien. Wir verlassen die Autobahn A22 an der Ausfahrt Klausen und folgen der Beschilderung anschließend ins Grödner Tal bis in den Ort Sankt Ulrich in Gröden (Ortisei). Dort suchen wir unmittelbar an der Seceda Seilbahn den kostenpflichtigen Wanderparkplatz auf.

Parkmöglichkeiten

Kostenpflichtiger Parkplatz der Seceda Seilbahn (ca. 1279m), Sankt Ulrich in Gröden.

Tourenbeschreibung

Wir verlassen den Parkplatz westwärts und rollen vorbei an der Talstation der Seceda Bahn. Nachdem wir die Brücke hinüber auf die Nordseite des kleinen Rio Val d'Anna überquert haben, biegen wir wenige Meter weiter rechts in die Romstraße ein. Unmittelbar danach geht es schiebend durch die Einbahnstraße zu unserer Linken hinauf doch bereits nach rund achtzig Metern können wir wieder auf die Bikes steigen und folgen anschließend der Streda Cuca überraschend steil bergauf. Etwa eineinhalb Kilometer führt die schmale Teerstraße uns zunächst durch den dicht besiedelten und doch idyllischen Ort Sankt Ulrich (Ortisei). Mühsam erkämpfen wir uns dabei die ersten zweihundert Höhenmeter und achten dabei stets auf die gut erkennbaren Wegweiser, die in Richtung Raschötz (Resciesa) zeigen. 

An einer kleinen Bushaltestelle verzweigt die Streda Cuca schließlich und wir folgen der Beschilderung links nach links in Richtung Bergwald, in den wir kurz darauf einfahren. Bei einer etwas moderateren Steigung geht es im Anschluss auf einer noch schmaleren aber angenehm zu befahrenen Teerstraße durch den Nadelwald. Mithilfe der Wegweiser bleiben wir stets auf Kurs und wundern uns auch dann nicht, wenn die Teerstraße schließlich in einen Kiesweg mündet, der uns fortan weiter bergauf führt. Wir fahren unter der Raschötz-Standseilbahn hindurch und gelangen nach etwa zwei Kilometern an eine Abzweigung. 

Nach einer kurzen Rast, geht es in Richtung Raschötzhütte (Weg 10) durch die Rechtskehre, um anschließend weitere zwei Kilometer steil bergauf zu treten. Teilweise zwanzig Prozent Steigung auf Schotter sind nicht jedermanns Sache und so kann es sein, dass man ein paar Meter schiebend zurücklegen muss. Dafür jedoch kann man die Gelegenheit am Schopf packen und die vereinzelte Aussicht auf die imposante Langkofelgruppe in den Grödner Dolomiten sowie hinüber auf den Sellastock genießen. Nachdem wir noch zwei weitere Male unter der Standseilbahn hindurch gefahren sind, gelangen wir an eine Weggabelung. Wir halten uns auf dem Hauptweg und treten so geradeaus weiter bergauf. Nicht einmal mehr einen Kilometer lang gilt es die fordernde Steigung zu überwinden und schon steht man unmittelbar an der Raschötzhütte (2170m), italienisch Rifugio Rasciesa genannt.

Die stark besuchte Hütte - von der Bergstation aus ist die 2011 neugebaute Schutzhütte zu Fuß über einen flachen Panoramaweg in nur dreißig Minuten erreichbar - wird trotz der Auffahrtsstrapazen spätestens dann völlig unwichtig, wenn wir uns im Stand um die eigene Achse drehen und das atemberaubende Panorama rundherum erblicken. Die Dolomiten sind nicht ohne Grund UNESCO Weltnaturerbe! Und so genießen wir zunächst einmal die imposante Aussicht in Richtung Schlern-Rosengarten, Latemar, die Seiser Alm, Marmolada, Sellagruppe und schließlich im Osten, weit hinter dem Raschötz Höhenzug die Geislergruppe - unser anschließendes Etappenziel.

Über den Panoramaweg fahren wir in östlicher Richtung ohne Mühen und sogar leicht bergab in Richtung Bergstation der Standseilbahn. Der Weg wird zunehmend schmaler, Wurzeln und Steine lassen das Niveau jedoch nur geringfügig anspruchsvoller werden und so erreichen wir nach etwa eineinhalb Kilometern bequem die Casonhütte (2111m), Baita Cason. Während es rechts hinunter zur Bergstation geht, folgen wir dem Weg links vorbei an der Hütte und befinden uns fortan auf dem Grödner Höhenweg in Richtung Brogleshütte, Rifugio Malga Brogles. Entlang der darauffolgenden vier Kilometer geht es bergauf und bergab über das Innerraschötzer Almgebiet - stets die spitzen Felsformationen der Geislergruppe im Blick. 

Am Broglessattel (2119m) gilt es schließlich zwei Entscheidungen zu treffen. Etwa fünfhundert Meter und siebzig Tiefenmeter vor uns liegt die Brogleshütte (2045m) am Fuße von Seceda (2518m) und den Geislerspitzen um deren Hauptgipfel, den Sass Rigais (3025). Der Weg dort hin ist gepflastert mit großen, glatten Felsblöcken und bereits bei der Fahrt hinab je Fahrkönnen eine kleine Herausforderung. Und auch wenn die Rast auf einer Hütte in den Dolomiten im Hinblick auf das Panorama atemberaubender nicht sein kann, so ist der Rückweg hinauf auf den Sattel selbst ohne zuvor ausgiebig gespeist zu haben ein durchaus anstrengendes Unterfangen. Eine Fleißaufgabe also, die man sich bei Bedarf auch einfach ersparen kann - ganz wie man möchte. 

Die zweite Entscheidung betrifft die anschließende Talfahrt. Vom Broglessattel führt ein etwa viereinhalb Kilometer langer Single-Trail hinunter zurück nach St. Ulrich. Wer ein wenig Fahrgeschick besitzt und bereit ist womöglich ein paar mal abzusteigen und wenige Meter zu schieben, der sollte sich dieses Highlight wirklich nicht entgehen lassen. Wer Trailfahren ganz gerne meidet, findet über die von der Auffahrt bekannte Strecke zurück zum Ausgangspunkt.

Wir entscheiden uns für die Trailfahrt, steigen am Broglessattel auf unsere Bikes und folgen dem schmalen Trampelpfad über die Wiese nach Südwesten. Und kurz darauf schon geht's los! Flowige Abschnitte durch Wald und Wiesen folgen auf Passagen mit kleineren Stufen, Wurzeln und Steinen die es zu überwinden gilt. Wir fahren über kleine Brücken, befestigte Wanderwege, überqueren einen Bach und folgen dabei stets den Beschilderungen hinunter in Richtung St. Ulrich (Ortisei). Selbst für routinierte Mountainbiker, die zuvor noch nie auf Trails unterwegs waren, ist die Strecke fast immer problemlos fahrbar - das liegt daran, dass kompliziertere Hindernisse oder Kehren stets nur wenige Meter lang sind und so bei Bedarf auch mühelos schiebend überwunden werden können. Einzig die letzten einhundert Meter sind aufgrund des glatten und ruppigen Steinuntergrunds im Wald eine wirkliche Herausforderung. Hat man das schattige Waldstück jedoch hinter sich gelassen, sind es nur mehr wenige Meter über einen schmalen Wiesenpfad bis zur Teerstraße und den ersten Häusern von St. Ulrich in Gröden. 

Nach der genüsslichen Trail-Abfahrt bietet sich die Einkehr auf der Sonnenterrasse des in unmittelbarer Nähe gelegenen Restaurant Costamula (1555m) an, bevor es über die Straße hinunter in den Ort geht. Über den beschilderten Weg Nr. 5 treffen wir nach einem halben Kilometer auf die Weggabelung, welcher wir zu Beginn der Tour in Richtung Wald gefolgt sind. Zurück bis zum Ausgangspunkt an der Talstation der Seceda Bahn sind es anschließend nicht einmal mehr zwei Kilometer lockere Talfahrt über die bekannte Route.

Sicherheitshinweise

Diese Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren erfolgt stets auf eigene Gefahr. (Haftungsausschluss)

Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Aus diesem Grund bitten wir um Rücksichtnahme und Toleranz am Berg.

Autor: Martin Schindler
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