Der geteerten Dürrachstraße vom Parkplatz in Fall aus folgend überqueren wir, begleitet vom Rauschen der parallel verlaufenden Dürrach nach circa achteinhalb Kilometern und vorbei an einer verlassenen Grenzkontrollstelle die Grenze zu Österreich. Bald darauf passieren wir den Abzweig zum alten Forsthaus und der heutigen Jausenstation Aquila (919m). Einen knappen Kilometer weiter fahren wir geradeaus tiefer in das Bächental hinein. Links führt ein Weg von oben herab - diesen werden wir auf dem Rückweg hinunterfahren. Entlang der Dürrach passieren wir nach gut eineinhalb Kilometern den gleichnamigen Wasserspeicher und folgen der Forststraße an der nachfolgenden Weggabelung in gerader Richtung. Die Steigung legt auf den kommenden zweieinhalb Kilometern langsam zu, wir überqueren hier und da den Tannauerbach über Brücken und lassen von unserer Straße abzweigende Wege vorerst unbeachtet und folgen der Beschilderung in Richtung Steinölbrennerei.
Die gut befahrbare Forststraße bringt uns Meter für Meter hinauf zur Tiefenbachalm-Mitterleger (1320m), welche wir nach weiteren drei Kilometern mit gut vierzehn Prozent Steigung und einigen steileren Passagen bald erreichen. Nach der Alm führt bald ein Weg rechter Hand gute fünf Minuten weit zur Steinölverschwelanlage der Tiroler Steinölwerke Albrecht. Dort wird 180 Millionen Jahre alter Ölschiefer abgebaut und verarbeitet, um Steinöl zu gewinnen. Wen die geologischen Bedingungen sowie der Betrieb interessiert, der sollte einen kurzen Abstecher machen. Wir folgen dem Schotterweg jedoch noch ein Stück weit geradeaus hinauf und erreichen nach eher gemütlichen drei Kilometern, teils bergab, teils leicht bergauf, eine Abzweigung an der Lochalm-Mitterleger (1432m), die sonnenverwöhnt an einer Lichtung liegt und welche sich durch die tolle Aussicht dort ideal zur kurzen Rast anbietet.
An der sich dort befindenen Abzweigung geht es nach rechts weiter hinauf zu Tiefenbachalm (1602m) und Lochalm-Hochleger (1628m). Der circa viereinhalb Kilometer lange Abstecher mit ein paar kernigen Passagen ist ein absolutes Muss auf dieser Tour - die Idylle der Alpen, das Panorama und der Blick auf nahegelegene Gipfel des Karwendels sind es definitv wert aber wie bereits erwähnt nur ein "Zuckerl", das man je nach Erschöpfungsgrad natürlich auch unbeachtet lassen kann.
Nach diesem aussichtsreichen Bonus-Abschnitt geht es von der Lochalm-Mitterleger in nördlicher Richtung langsam abwärts. Nach knapp vier Kilometern Genussabfahrt kommen wir zu der eingangs erwähnten Weggabelung nahe der Jausenstation Aquila. Dort halten wir uns rechter Hand und somit talauswärts. Als einzige Einkehrmöglichkeit auf der ganzen Tour bietet sich die Jausenstation Aquila kurz vor Ende der Route durchaus noch für eine erholsame Rast an, bevor es ohne große Mühen zurück nach Fall und zum Ausgangspunkt der Tour geht.