Am Parkplatz Hohenburg folgen wir der Beschilderung vorbei an einem großen Bauernhaus in Richtung Hirschbachtal. Nach wenigen Minuten liegen Teerstraße und die Ausläufer der Ortschaft hinter uns und der Schotterweg führt uns zwischen ausgedehnten Viehweiden in Richtung Wald. Dort nähern wir uns balsbald dem Hirschbach, der dem Tal indem wir uns nun befinden seinen Namen verlieh, und folgen diesem eine Weile bei mäßiger Steigung tiefer hinein in das schattig kühle Tal. Nach etwa eineinhalb Kilometern kommen wir an eine Brücke, vor welcher wir dem Weg rechts hinauf folgen. Wer möchte, kann alternativ auch die Route über die Brücke hinauf zum Hirschtalsattel und weiter zur Lenggrieser Hütte einschlagen. (optional bietet sich diese Route auch für die Abfahrt an)
Der gemütliche Teil der Tour ist nun vorerst vorbei. Insbesondere der folgende Kilometer ist selbst für ambitionierte Fahrer eher Quälerei statt Spaß an der Freude. Nach ein paar hundert Meter geradeaus nach oben, überfahren wir ein kleines Bächlein vor einer Linkskurve. Die dort beginnende Passage ist vermutlich zu steil und sollte deshalb kurzerhand geschoben werden, schließlich kann man die dadurch eingesparte Energie im weiteren Verlauf der Tour noch gut gebrauchen. Die nächsten eineinhalb Kilometer gehen stetig bergauf mit Steigungen von bis zu 17 Prozent. An einer Gabelung halten wir uns rechts und folgen dem gut präparierten Forstweg der sich nun ein paar Male den Berg hinauf schlängelt bis zu einer kleinen Lichtung, an der eine Forststraße links vom Hirschtalsattel kommend unseren Weg kreuzt. Wer sich unten an der Brücke spontan für die alternative Tour entschieden hat, der würde diese Kreuzung somit ebenfalls passieren.
Wir halten uns also rechts bis sich die Schotterstraße ein weiteres Mal gabelt. Wir schlagen den linken Weg ein, fahren an einer weiteren Gabelung nach rechts und gewinnen auf wenigen hundert Metern noch die letzten anspruchsvollen Höhenmeter bis wir zu einem Weidetor kommen. Man kann nun mit Fug und Recht behaupten, den anstrengenden Teil hinter sich gelassen zu haben. Der dichte Bergwald lichtet sich nun endlich und die letzten eineinhalb Kilometer auf freier Fläche mit Blick auf das Seekarkreuz (1601m) und vorbei an der Seekaralm mit dem Ziel - der Lenggrieser Hütte (1338m) - vor Augen, sind nun noch ein Leichtes. Bei tadellosem Wetter glänzt die Lenggrieser Hütte vorallem durch ihre Lage mit direktem Blick von der Sonnenterrasse aus auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze (2962m) und das Wettersteingebirge.