Bächentalrunde, Bayerische Voralpen

Sonnenverwöhnte Mountainbike-Runde über die Lochalm zur Tiefenbachalm und durch das Bächental

Diese kräftezehrende Bike-Tour führt von Fall vorbei an der Jausenstation Aquila (919m) im Uhrzeigersinn hinauf zu Tiefenbachalm (1602m) und Lochalm-Hochleger (1628m), ehe es vorbei an der Steinölbrennerei Tirol wieder hinab und durch das weitläufige, landschaftlich reizvolle Bächental zurück zum Ausgangspunkt geht. Insbesondere im Herbst bietet diese Tour viele sonnenverwöhnte Abschnitte und herrliche Ausblicke.

Tourenprofil
Tour-ID
#80
Region, Land
Startort
83661 Lenggries / Fall
Streckenlänge
36.8 km (Rundtour)
Anstieg
1193 m
Abstieg
1193 m
Dauer
4:20 Std.
Beschaffenheit
Asphalt, Schotter
Panorama
Kondition
Niveau
Fahrtechnik
Eigenschaften
Rundtour
E-Bike tauglich

Ø-Wertung
(6 Bewertungen)

Du bist diese Tour gefahren?
Jetzt Bewertung abgeben!

Wetterprognose

Mäßiger Schnee
Heute in Lenggries / Fall

Mäßiger Schnee, -2° / -1°C

Anfahrtsbeschreibung

Über die Bundesstraße B 13 fahren wir vorbei an Lenggries zum Sylvensteinspeicher. Auf der Staumauer biegen wir rechts ab und folgen der Straße über die Sylvensteinbrücke hinweg bis nach Fall. Wir biegen an der zweiten Einfahrt links in die Dürrachstraße ein und parken nahe der Schranke am Ende des bewohnten Gebietes.

Parkmöglichkeiten

Kostenloser Wanderparkplatz, Fall (circa 773m).

Tourenbeschreibung

Entlang der Dürrach führt uns die Teerstraße schnellen Trittes von Fall in südlicher Richtung hinein ins Bächental. Wir passieren dabei die ehemalige deutsch-österreichische Grenzstation und fahren vorbei an der Jausenstation Aquila (919m), der einzigen Einkehrmöglichkeit auf dieser Tour, welche wir zum Ende hin erst anfahren werden. Nach insgesamt circa neun Kilometern mit leichtem Anstieg biegen wir links hinter einer kleinen Hütte in einen Forstweg ein, der uns den Berg hinaufführt. Nach etwa einem halben Kilometer nimmt die Steigung drastisch zu. Auf den darauffolgenden Kilometern muss teilweise mit bis über zwanzig Prozent Neigung gerechnet werden. Da die Möglichkeiten für eine Verschnaufpause nicht viel mehr als seltene Vergnügen sind, sollte man seine Kräftereserven möglichst behutsam einteilen. Stets dem Weg bergan folgend, fahren wir vorbei an schroffen Felswänden zu unserer Rechten und lassen uns durch den zumeist freien Blick nach Links auf die umliegenden, grasbewachsenen Gipfel von Raberskopf (1383m) und Juifen (1987m) ablenken.

Kurz nach einer Weggabelung, welcher wir nach rechts gefolgt sind, wendet sich die Forststraße in Richtung Süden. Etwa eineinhalb Kilometer später erreichen wir die Lochalm-Mitterleger (1432m). Von hier verzweigt ein Weg nach links weiter hinauf zu Tiefenbachalm (1602m) und Lochalm-Hochleger (1628m). Mit Marbichler Spitze (1898m), Kafell (1906m) und Rether Kopf (1926m) im Blick erreicht man auf diesem Weg das wunderbar gelegene Almgebiet rund um die Tiefenbachalm (1602m) und die Lochalm-Hochleger (1628m). Vom kleinen Gipfelkreuz aus genießen wir den ausgezeichneten Fernblick über die unzähligen Berggipfel des Karwendelgebirges und erholen uns von der beschwerlichen Auffahrt. ehe wir die Rückfahrt hinunter zur Abzweigung nahe der Lochalm-Mitterleger (1432m) antreten. 

Wer sich diesen etwa zweihundert Höhenmeter verzeichnenden Abstecher sparen möchte, kann Tiefenbachalm (1602m) und Lochalm-Hochleger (1628m) sprichwörtlich links liegen lassen und stattdessen rechts an den Hütten der Lochalm-Mitterleger (1432m) vorbei geradeaus weiterfahren und dem Weg in südlicher Richtung bergab folgen.

Kurz bevor wir die Tiefenbachalm-Mitterleger (1320m) erreichen gilt es, eine weitere nur knapp einen Kilometer lange Anstiegspassage zu überwinden. Nahe der Alm führt ein Weg nach links hin zur Ölschiefer-Fangomühle der Tiroler Steinölwerke. Da Unbefugten das Betreten des Bergbaugebietes ohnehin untersagt ist, lohnt sich ein Abstecher dorthin jedoch nicht. Entlang der beeindruckenden Ausläufer von Zunterspitze (1923m) und Schreckenspitze (2022m) führt uns der Forstweg rasch hinab ins Tal. Einige Male überqueren wir dabei den Tannauerbach, lassen die vereinzelt von der Forststraße abzweigenden Wege unbeachtet und erreichen so nach knapp sieben Kilometern Genussabfahrt durch die idyllische Alpenlandschaft den Bächental-Wasserspeicher. Von dort sind es nun nicht einmal mehr zwei Kilometer entlang der Dürrach durch das Bächental und wir erreichen die Abzweigung, an welcher wir zu Beginn der Tour den Berg hinauf gefahren sind und etwas weiter schließlich die Jausenstation Aquila (919m). Nach der anspruchsvollen Tour kommt uns diese Einkehrmöglichkeit nun mehr als gelegen, bevor es entlang der Dürrachstraße zurück zum Parkplatz nach Fall geht.

Die aufgrund der langen und relativ steilen Auffahrt recht beschwerliche Tour lässt sich auch in umgekehrter Richtung fahren und überzeugt auf diese Weise durch ein konditionell etwas weniger anspruchsvolles Tourenprofil. Doch auch die Bächental-Rundtour gegen den Uhrzeigersinn sollte in keinster Weise unterschätzt werden, das verraten die Gesamtdistanz sowie die zurückzulegenden Höhenmeter.

Sicherheitshinweise

Diese Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren erfolgt stets auf eigene Gefahr. (Haftungsausschluss)

Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Aus diesem Grund bitten wir um Rücksichtnahme und Toleranz am Berg.

Autor: Martin Schindler
Hinweis: Die Nutzung dieser Daten ist ausschließlich für den privaten Gebrauch gestattet und erfolgt stets auf eigene Gefahr. Eine Weitergabe an Dritte oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.
Dir gefällt diese Mountainbike-Tour? Teile sie mit deinen Freunden!

6 Kommentare

Michael
Michael aus München
vor 2 Monaten
2
Ich wollte diese Runde am 17.10.2017 fahren und musste feststellen, dass nach ca. 10,5 km ein (relativ neu aussehendes) Verbotsschild für Fahrräder an der Abzweigung, bei der es nach links zur Rotwandlhütte geht, für den Weg nach rechts angebracht ist, der auf dieser Route verläuft (Abzweigung zu sehen in Bild 11). Demnach ist diese Route so leider nicht mehr fahrbar - schade!
Klaus
Klaus aus Haubner
2 years ago
5
Super Tour mit dem E-Mountainbike! Wie beschrieben sonnige Herbsttour mit grandiosem Rundumblick!
Lissi
Lissi aus Frankfurt
2 years ago
5
Landschaftlich wunderbare Tour. Einzigartig schönes Almgebiet. Keine Wanderer, keine Biker ( unter der Woche). Tolle Aussicht auf der Gröbenalm. Wer Natur liebt und das schwitzen nicht scheut wird begeistert sein! Die Auffahrt Ist Mūhevoll und anstrengend aber auf guten Forstwegen. Für Frau um die 50 zig mit schiebepassagen zu bewältigen. Einige Kondition ist allerdings erforderlich. Und ein abschließendes Bad im Sylvenstein erfrischend.
Wolfgang T.
Wolfgang T. aus Lenggries
3 years ago
5
Bin die Bächentalrunde schon einmal "gegen den Uhrzeigersinn" bis zur Lochalm-Mitterleger gefahren und wollte heute die Tour so wie beschrieben befahren. Mein Fazit: Obwohl die Höhenmeter eigentlich gleich sind, werden diese aber "gegen den Uhrzeigersinn" erheblich moderater gefahren. Die zweihundert extra Höhenmeter zu den Hochleger Almen musste ich leider wegen den überaus anstrengenden Höhenmetern bis zur Lochalm-Mitterlegeralm (mit sogar Schiebeeinlagen von insgesamt ca. einem Kilometer) fallen lassen. Aber trotz all der Anstrengung ist diese Tour, egal ob mit oder gegen den Uhrzeigersinn, vor allem unter der Woche, ein Natur-Bike-Genuss der Extraklasse, für Leute die keine Lust auf "Herde" haben.
Anderl
Anderl aus Hollenbach
3 years ago
5
Bin am 28.9.2014 die Tour links herum mit meinem E-Mountainbike gefahren. Herrliches Wetter, herrliche Tour. Vielen Dank für den Tipp und macht weiter so, werde euch bei einer An- oder Abreise einmal persönlich besuchen. Ein extra Dankeschön auch nocheinmal für eure Mühe mit der Webseite. Werde sie an alle mir bekannten Mountainbikekollegen weiterempfehlen. Gruß Anderl
Andi mit Hündin Rubi
Andi mit Hündin Rubi aus München
4 years ago
5
Eine landschaftlich sehr schöne MTB-Tour zuerst entlang von Bachläufen und dann hinauf auf 1.400 m hoch gelegene Wege mit traumhaften Ausblicken auf die umliegende Landschaft. Ich (weniger trainiert) bin die Tour mit meiner Hündin entgegen der beschriebenen Richtung gefahren und zolle meinen Respekt den Radlern, die den beschriebenen Aufstieg bewältigen. Der 15-19 Proz. Anstieg im zum Teil weichen und tiefen Schotter scheint mir eine echte sportliche Herausforderung zu sein. Ich werde diese Strecke gerne wieder - von hinten - radeln. Vielen Dank für die schöne Tourenempfehlung.

Hinterlasse einen Kommentar zu dieser Tour

Teile der Community mit wie dir die Tour gefallen hat, hinterlasse Tipps oder Anregungen. Aktuelle Infos zu den Verhältnissen kannst du unter "Aktuelle Meldung" eingeben.

Deine E-Mail Adresse wird selbstverständlich nicht veröffentlicht. Alle mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ordnungsgemäß angegeben werden.

Hinterlasse eine aktuelle Meldung zu dieser Tour

Informiere andere User über aktuelle Wegverhältnisse, Sperrungen oder witterungsbedingte Zustände. Diese werden als Warnhinweise gesondert dargestellt!

Deine E-Mail Adresse wird selbstverständlich nicht veröffentlicht. Alle mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ordnungsgemäß angegeben werden.

Jetzt mtbsepp.de T-Shirt kaufen