Tölzer Kurier: Ein Plädoyer für das Genuss-Biken

Tölzer Kurier: Ein Plädoyer für das Genuss-Biken

Am 24. Juni 2013 erschien im Tölzer Kurier, der auf den Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen beschränkten Lokalausgabe des Münchner Merkur, ein Bericht über unser Tourenportal. Der Autor - Tobias Gmach - hat uns hierzu auf ein ausgiebiges Interview besucht und einen äußerst interessanten und ausführlichen Artikel verfasst.

Was aus dem Interview heraus entstanden ist, dürfen wir freundlicherweise nachfolgend aufzeigen:

Ein Plädoyer für das Genuss-Biken

Der Greilinger Martin Schindler gibt auf seinem Internetportal www.mtbsepp.de Tourentipps für sportliche Bergradfahrer. Bis zum Jahresende sollen 100 Strecken online sein.

Greiling – "Der Mountainbiker hat keine Lobby. Er ist auf sich allein gestellt." Martin Schindler möchte mit diesem Satz nichts anprangern oder kritisieren. Er möchte nur feststellen, dass es so etwas wie den Alpenverein für Bergsteiger für Radfahrer eben nicht gibt. Um Bikern das Leben zu erleichtern, hat der 27-Jährige das Internetportal www.mtbsepp.de gegründet. Im April 2012 war das. Großen Wind hat der Greilinger damals bewusst nicht gemacht. Auch heute, über ein Jahr später, feile er immer noch an einzelnen "Features", wie Schindler es nennt.

Dafür, dass sich sein Tourenführer in der Entwicklung befindet, gibt er ein bemerkenswert professionelles Bild ab. 70 Streckenbeschreibungen sind bereits online, 100 sollen es bis Ende des Jahres werden. Mtbsepp.de soll eine Seite für alle mehr oder weniger sportlichen Radler sein. Der durchtrainierte Biker, der sich wieder mal so richtig quälen will, wird dort fündig. Aber auch der Familienvater, der den Sonntagsausflug in schöner Umgebung plant.

Wenn Schindler, der außerdem Gitarre in der Tölzer Metal-Band "Me, Myself and the Audience" spielt, von seinem Projekt erzählt, fällt mehrmals das Wort "Genuss-Biken". Teerstraßen oder lärmende Autos passen nicht zum Anspruch, den er an seine Touren stellt. Für die rückt Schindler meistens am Wochenende aus – schließlich ist er nicht nur im Oberland, sondern auch im Chiemgau oder im Karwendel unterwegs. Geografisch schränkt sich der 27-Jährige auf die Alpen ein. "Ich flieg jetzt nich tnach Mallorca für eine Tour", sagt er. Bevor sich Schindler auf sein 9,5 Kilo leichtes Carbon-Gefährt setzt, montiert er ein GPS-Gerät, das die Strecke aufzeichnet. Die zugehörige Karte findet der Besucher dann auf seinem Portal – genau wie Fotogalerien, Höhenprofile, Wetterprognosen sowie Infos zu Anfahrt und Parkmöglichkeiten.

Neben den Eckdaten der Touren wie Kilometerzahl und Fahrtdauer hat Schindler auf seiner Seite ein Bewertungssystem integriert. Durch die Kategorien Niveau, Fahrtechnik und Kondition lässt sich der Schwierigkeitsgrad einschätzen. Für die eigentliche Arbeit, das Schreiben und Hochladen der Fotos, nimmt sich Schindler pro Tour drei Stunden. "Ich möchte ein gewisses Niveau schaffen", erklärt er. Im Internet seien die Strecken sonst oft sehr subjektiv oder unvollständig beschrieben.

Eine Geschäftsidee war und ist Schindlers Tourenguide nicht. Die wenigen Anzeigen decken gerade die Kosten für die Domain der Seite. Der IT-Entwickler verdient also nichts mit dem Portal. Doch immerhin rund 130 Nutzer klicken täglich die Seite an.

Die Faszination fürs Mountainbiken hat der 27-Jährige übrigens von seinem Vater geerbt, der ihn beim "Materialsammeln" für seine Webseite hilft und dessen Radgeschäft in Greiling er in ein paar Jahren übernehmen will. „Der ist "besessen", sagt Schindler über ihn. Es ist ein Kompliment.

Tobias Gmach, Tölzer Kurier vom 24. Juni 2013
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