Statt Berg und Hütte gibt's Sonne und Meer! Meine Tour mit MTB und Auto

Statt Berg und Hütte gibt's Sonne und Meer! Meine Tour mit MTB und Auto

Immer mehr Menschen in Deutschland nehmen sich eine Auszeit mit dem Fahrrad. Das Rad erlebt derzeit seinen zweiten Frühling. Lange Zeit gab es eher weniger Menschen, welche sich noch mit dem Drahtesel zur Arbeit quälten. Mittlerweile hat sich dies aber wieder geändert. Das Rad gilt als treuer Begleiter, statt als einfacher Nutzgegenstand. Auch das Bewusstsein gegenüber der Natur ist gestiegen, sodass viele auf das Auto verzichten. Selbst in der Urlaubsplanung wird dies deutlich, da eine Tour mit Auto und Rad einem Flug in den sonnigen Süden vorgezogen wird. Dabei lässt sich das alles auch ganz einfach kombinieren. Zum Beispiel in Kroatien!

Warum ausgerechnet nach Kroatien?

Das Land Kroatien bietet begeisterten Radfahrern etliche Möglichkeiten. Doch eines ist besonders wichtig: Sonne und Meer. Während es in Deutschland lediglich möglich ist, an kleinen Flüssen entlang zu fahren, können sich die Radfahrer an Kroatiens Küsten an weiten Sandstränden erfreuen. Eine kurze Abkühlung nach schweißtreibenden Kilometern ist somit also ohne Probleme möglich. Generell lassen sich so Strandurlaub und Radtraining bestens kombinieren.

Ein großer Vorteil gegenüber anderen südlichen Ländern ist zudem, dass Kroatien mit dem Auto angereist werden kann. Das Rad kann somit per Fahrradträger von Thule oder anderen Herstellern bequem von A nach B transportiert werden. Somit spart man bares Geld im Vergleich zum Transport im Flugzeug.

Hauptgründe dafür, dass sich Kroatien für Radtouren besonders lohnt sind die Infrastruktur und das Klima. Etliche Radwege ermöglichen zig verschiedene Touren quer durch das Land oder an den Küsten und Stränden entlang. Das ganze Jahr über ist es dort relativ warm. Der Frühling eignet sich als bester Zeitpunkt für eine Tour, da sich Temperaturen in dieser Zeit im Rahmen halten. Der Sommer hingegen ist extrem heiß und sollte für lange Strecken gemieden werden.

Aber auch andere Faktoren sprechen für Kroatien. Die Herzlichkeit der Menschen ist einer, denn die Einheimischen sind jederzeit hilfsbereit. Besonders im Inneren des Landes lässt sich im Verhältnis auch viel Geld sparen, denn die Lebenshaltungskosten sind deutlich niedriger als in Deutschland. Nur in den Tourismushochburgen entsprechen die Preise unserem Standard.

Was ist gut, was ist schlecht?

In drei Wochen Kroatien ist es möglich einiges zu entdecken. Je nachdem wie die Route geplant wird ist es möglich, mehrere Städte und auch Teile vom abgelegenen Kroatien zu erkunden. Kroatien an sich ist sehr vielseitig. Selbst die Städte weisen zum Teil große Unterschiede auf. Während einige noch wie ursprünglich funktionieren, entsprechen die Städte entlang der Küste eher modernen Orten, welche dem Tourismus angepasst wurden. Gerade der Tourismus ist allerdings nicht nur ein Segen für Kroatien.

Mittlerweile leben kaum noch Einheimische an den Küsten und Stränden, da dort die Kosten durch den Tourismus viel zu hoch sind. Es empfiehlt sich daher, auch ins Landesinnere zu fahren um das alte, das ursprüngliche Kroatien kennen zu lernen. 

Zum Übernachten findet man vielerorts Hotels oder Camping-Plätze - und selbst in Booten am Hafen lässt es sich hin und wieder nächtigen. Absolut positiv ist, dass man sich in Kroatien sicher fühlen kann. Auch die relativ ähnlichen Preise für viele Lebensmittel machen den Aufenthalt und Urlaub in Kroatien sehr angenehm. Zu guter Letzt ein Rat für den Transport. Die einfachste Art das Fahrrad mit dem Auto zu transportieren ist ein guter Fahrradträger, denn so könnt ihr überall anhalten und mit dem Rad entlegene Orte erkunden.

Geheimtipp: Wer Panoramatouren liebt, der sollte unbedingt nach Losinj reisen!

Das richtige Equipment entscheidet im Notfall

Ein paar Gegenstände sollten jederzeit mitgeführt werden, auch um für einen Wetterumschwung gerüstet zu sein. Generell lässt sich eine Radtour mit der richtigen Ausrüstung deutlich bequemer bewältigen. Diese Dinge sollten dabei nie fehlen:

  • ein guter Rucksack (niemals zu vernachlässigen bei längeren Touren!)
  • ausreichend Trinkwasser
  • Reisepass und/oder Personalausweis
  • Helm
  • Smartphone
  • Bargeld
  • Landkarte oder GPs-Gerät
  • Erste-Hilfe-Set für Menschen
  • Erste-Hilfe-Kit für Reifen
  • Handtuch und Badehose für eine Abkühlung zwischendurch

Tipps für die richtige Route

Eine grobe Route sollte man vor Beginn der Reise schon planen. Meist gibt es ohnehin bestimmte Fixpunkte, welche bereist werden sollten. Mithilfe von Landkarten lässt sich ansonsten ein grober Plan erstellen, welche Route Sinn machen würde. Auch Internetforen bieten hier gute Möglichkeiten, um sich genauer über diverse Strecken zu informieren. Wertvoll sind auch die Tipps der Einheimischen, denn nur durch dessen Hilfe kommt man auch an Stellen vorbei, die sich als echte Geheimtipps entpuppen.

Die beste Tour durch Kroatien entsteht jedoch, wenn man einfach der Nase nach fährt. Noch heute gibt es in Kroatien viele Lost Places vom ehemaligen Kroatienkrieg, an denen man nur dann vorbeikommt, wenn man den Zufall darüber entscheiden lässt, wo es lang gehen soll.

Über den Autor

Philipp Waczek

Philipp Waczek

Als leidenschaftlicher Radfahrer ist Philipp schon viel rumgekommen. Als Betreiber der Seite www.fahrradtraeger-anhaengerkupplung-tests.de teilt er seine Erfahrungen mit anderen Fahrrad-Reisenden.
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