Erlebnisbericht Dolomiten-Cross "die große Acht": Rauf und runter (Tag 2)

Erlebnisbericht Dolomiten-Cross "die große Acht": Rauf und runter (Tag 2)

Vorbereitung ist alles! Doch wer kennt das nicht: man plant die Route bis ins Detail, bereitet die Ausrüstung vor und startet zuversichtlich. Einmal nicht richtig aufgepasst oder falsch abgebogen und schon befindet man sich abseits des eigentlich so akribisch geplanten Streckenverlaufs. Wenn man jedoch in den Bergen unterwegs ist dann bedeutet dies zumeist unnötige Höhenmeter in den Beinen.

Alex musste während Tag 1 seines mehrtägigen Dolomiten-Cross bereits diese Erfahrung machen. Eine Erfahrung, die er sich gerne erspart hätte, sollte sich der Folgetag doch nicht minder anspruchsvoll gestalten.

Aber lest selbst! Etappe 2 aus dem neuntägigen Tour-Tagebuch zum Dolomiten-Cross entlang "der großen Acht" von Alexander Stiegler:

Der Tag beginnt ausgeschlafen und nach dem Frühstück breche ich um ca. 09:00 Uhr auf. Der Trail nach St. Kassian runter macht richtig Laune, doch ab da geht es erstmal kernig bergauf in Richtung Pralongiáhütte, welche auf einem malerischen Hochplateau liegt. Allerdings von Skiliften und Seilbahnen durchzogen aber umgeben von den imposanten, zerklüfteten Felsengebilden des Kreuzkofels und anderen Dolomitengipfeln. Leider verschlechtert sich das Wetter immer mehr. Es zieht zu und ich fahre den Campolongotrail runter, welcher nicht minder reizvoll, aber wesentlich einfacher zu fahren ist als der nach St. Kassian. Dann entdecke ich nach 3km Passstraße den "Rumpeltrail", wie er in Fachkreisen genannt wird, aber wie komme ich da rüber?Ich quere in einem riskanten Manöver eine an den Seitenwänden mit riesigen Blättern verwachsene Bachrinne, fahre den Rumpeltrail hinunter und komme schließlich um die Mittagszeit in Arabba an... erstmal ne Pizza einschmeißen...

Danach mache ich mich auf den Weg Richtung Pordoipass. Auf einem steinigen Weg kommen mir erstmal fünf Downhill-Biker mit gefühlten 80 km/h entgegen... die Jungs sind ob der vielen Skilifte gar nicht so selten in der Gegend. Ich kurble gemütlich den groben, aber nicht steilen Schotterweg hinauf und frage an jeder Abzweigung lieber zweimal nach dem Weg, bevor ich diesen fortsetze, denn ich will mich nicht schon wieder verfahren.

Spätestens auf halber Strecke macht sich jedoch genau diese Tatsache vom Vortag bemerkbar. Ich kurble tapfer den immer steiler werdenden Weg hinauf, doch ca. 100 HM unterhalb des Pordoipasses (ich quere eine Wiese) schiebe ich, denn ich hatte an diesem Tag bereits deutlich über 1000 HM in den Knochen. Am Pordoipass angekommen, biege ich in den Wanderweg 601 ein, der auch für nicht Liteville-Fahrer eine willkommene Abkürzung ist (hahaha, kleiner Scherz).

Währenddessen wird der Nebel immer dichter aber die Wände des Sellastocks blitzen ab und zu durch und ich mache noch ein Paar Fotos, bevor ich in den Nebel eintauche. Ich erreiche den "Bindelweg", einen sehr schönen Höhenweg am Hang und komme um ca. 17:30 Uhr an der Bindelweghütte (Vièl dal Pan) an.

Dort beziehe ich ein für diese Gegend (immerhin knapp 2500m) luxuriöses Zimmer und verbringe noch einen netten Abend mit gut gelaunten Biker- und Wandergesell(inn)en. Dass ich alleine für die Übernachtung 36€ bezahle, stört mich dabei nicht sonderlich.

Alexander Stiegler, Gaissach
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