Erlebnisbericht Transalp: Gaissach - Innsbruck - Bludenz (Tag 1)

Erlebnisbericht Transalp: Gaissach - Innsbruck - Bludenz (Tag 1)

"Einmal Blut geleckt..." - Diese Redewendung trifft garantiert nicht selten auf Mountainbiker zu, die schon einmal eine Alpenüberquerung durchgezogen haben. Für eine Person scheint der Ausspruch jedoch fast erfunden worden zu sein! Das dritte Jahr in Folge hat sich unser Gastautor Alexander Stiegler aus dem oberbayerischen Gaißach bei Bad Tölz nämlich schon mit dem Mountainbike seine Route durch die Alpen gebahnt. Tausende Kilometer und unzählige Höhenmeter hat der dabei bereits auf dem Sattel seines Bikes gesammelt und dabei so einiges erlebt. Die Eindrücke seiner diesjährigen Transalp-Tour möchte er freundlicherweise wieder mit uns teilen und hat deshalb ein mehrseitiges Tour-Tagebuch verfasst und mit einer Ladung Bildern gespickt.

Diesmal hat es Alex von der heimischen Haustür im bayerischen Alpenvorland quer durch Tirol und die Schweiz an den Comer See im Norden Italiens verschlagen. Entlang der 330km langen Strecke durch vier Länder galt es 7800 Höhenmeter zu überwinden und sich auch von dreißig Grad Temperaturunterschied nicht unterkriegen zu lassen. Aber genug der einleitenden Worte, wir möchten euch nicht länger auf die Folter spannen - viel Spaß bei Kapitel 1: "Einrollen..."

Wie immer startete ich von zu Hause aus. Ich hatte mich Tags zuvor über die Zugverbindung nach Lindau am Bodensee informiert, denn normalerweise startet diese Tour von dort aus.

Da jedoch auf der Bahnstrecke dorthin zu diesem Zeitpunkt gebaut wurde, alle Züge in diese Richtung über Augsburg umgeleitet wurden und ich somit fast 6 Stunden gebraucht hätte und mindestens viermal hätte umsteigen müssen, beschloss ich bis Innsbruck zu radeln und dann mit der österreichischen Bahn bis Schruns zu fahren. Dort hätte die zweite Etappe begonnen und vom Bodensee dorthin wären es genauso ca. 90 km auf dem Radweg zu fahren gewesen.

Letzten Endes fuhr ich dann doch nur bis Bludenz und sparte mir die Montafoner Bahn, die dortige Regionalbahn in die ich umsteigen hätte müssen und fuhr die letzten 15 km bis Schruns wieder mit dem Rad. Dort angekommen machte ich mich sogleich auf die Suche nach meiner Unterkunft für diese Nacht, die ich bereits ein Paar Tage zuvor gebucht hatte und die sich im Ortsteil "Gantschier-Bartholomäberg" befand.

Ein Wegweiser im Ortszentrum zeigte bergauf. Was ich jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, dass sich dieser Ortsteil ca. 3 km Richtung Bludenz erstreckte und nach etwa 350 hm beschloss ich an einem Restaurant mit einem malerischen Fischteich davor, dem "Fischerstöbli" zu fragen. Der Wirt erklärte mir, die Pension "Monteneu", mein Quartier, befände sich unten im Ort Richtung Bludenz. "Egal", dachte ich mir und bestellte mir erstmal ein Schnitzel und ein Weißbier.

Ich hielt ein nettes Schwätzchen mit dem Wirt und ein Paar Gästen (u.a. auch mit einem, am Stammtisch sitzenden Einheimischen, der dann auch ein paar "leicht versaute Witze" erzählte) und genoss die Aussicht über den Fischteich hinweg hinunter ins Tal.

Danach rollte ich in ebendieses hinunter, checkte in meiner Pension ein und verbrachte die Nacht in einem urgemütlichen, rustikalen Zimmer für 30€ ÜF bei sehr netten Wirtsleuten.

Alexander Stiegler, Gaissach
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